Glaube ist nur eine leise Färbung der Liebe, auf derjenigen Seite, mit der sie sich dem Unsichtbaren zukehrt. Ich begreife immer weniger,  was  eigentlich uns in der  Liebe zu Gott aufhält und irre macht. Eine Zeit lang konnte man denken, dass es die Unsichtbarkeit sei-, aber gehen nicht seither alle unsere Erfahrungen dahin, dass die Gegenwart eines geliebten Gegenstands zwar für den Beginn einer Liebe hilfreich ist, ihrem späteren Großsein aber Kummer und Abbruch tut? Und stimmen nicht mit diesen Erfahrungen die Schicksale aller Liebenden überein, wie man sie uns überliefert hat?

Rainer Maria Rilke

Herr, mein Leben soll dir gehören. Dein heiliger Wille geschehe. Ich glaube nicht, dass ich irgendetwas finden kann, wonach ich mich so sehr sehne, wie nach Gott !

PfarrerH.G. Filker