Wenn jener Tag kommt, an dem diese Verbindung des Göttlichen und Menschlichen sich trennt, werde ich diesen Körper da zurücklassen, wo ich ihn fand; ich selbst werde mich mit den Göttern wieder vereinigen. Auch jetzt bin ich nicht ohne sie, werde aber in einem harten irdischen Kerker festgehalten. Dies kurze sterbliche Dasein, ist nur das Vorspiel jenes besseren und längeren Lebens. Wie der Mutterleib uns neun Monate umschließt,  und zubereitet, nicht für sich, sondern für den Ort, indem wir bekanntlich ausgestoßen werden, wenn wir fähig sind zu atmen und im Freien zu leben, so reifen wir von diesem Zeitraum, der sich von der Kindheit bis ins Alter erstreckt, zu einer anderen Geburt. Jener letzte Tag, vor dem du zurückschreckst, ist der Geburtstag der Ewigkeit !

Seneca

Uns ist gegeben auf keiner Stätte zu ruhen. Es schwinden, es fallen die leidenden Menschen, blindlings von einer Stunde zur andern wie Wasser,  von Klippe zu Klippe geworfen, jahrelang ins Ungewisse hinab.

Friedrich Hölderlin

Frage doch zuerst nach dem Wort des HERRN!

2.Chronik 18,4