Wir leben heute alle in Verzweiflung, alle wachen und leidensfähigen Menschen, und sind damt zwischen Gott und dem Nichts gestellt. Zwischen ihnen atmen wir aus und ein, schwingen und pendeln. Wir hätten jeden Tag Lust, das Leben hinzuwerfen, und werden doch von dem Teil in uns gehalten, der überpersönlich ist. So wird unsere Schwäche, ohne dass wir darum Helden wären, zur Tapferkeit. Und wir retten ein wenig vom überlieferten Glauben für die Kommenden.

Briefe Hermann Hesse

Was von uns verlangt wird, ist, dass wir das Schwere lieben und mit dem Schweren umgehen lernen. Im Schweren sind die freundlichen Kräfte, die Hände, die an uns arbeiten. Das sichtbarste Glück gibt sich uns erst zu erkennen, wenn wir es innen verwandeln.

Rainer Maria Rilke

Wir müssen lernen, die Menschen weniger auf das, was sie tun und unterlassen, als auf das, was sie erleiden, anzusehen.

Dietrich Bonhoeffer