Es bedarf der Mensch, der gewöhnlich sein Leben in Zerstreuung und Leichtsinn vor sich hinlebt und immer voran eilt, ohne zu wissen, was ihn eigentlich treibt und was er eigentlich will, in seinem Laufe von Zeit zu Zeit angehalten und zu sich selbst zurückgeführt zu werden; er bedarf eines Steins am Wege, auf den er sich hinsetze  und in sein vergangenes Leben zurücksehe.

Matthias Claudius

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.

Goethe

Wer nicht die Fürchterlichkeit des Lebens irgendwann, mit einem endgültigen Entschlusse, zustimmt, ja ihr zujubelt, der nimmt die unsäglichen Vollmächte unseres Daseins nie in Besitz, der geht am Rande hin, der wird, wenn einmal die Entscheidung fällt,  weder ein Lebendiger noch ein Toter gewesen sein. Die Intensität von Furchtbarkeit und Seligkeit zu erweisen, diese zwei Gesichter an dem selben  göttlichen Haupte, ja, dieses einen einzigen Gesichts, das sich nur so oder so darstellt, je nach der Entfernung aus der, oder der Verfassung, in der wir es wahrnehmen ... dies ist der wesentliche Sinn und Begriff meiner Bücher.

Rainer Maria Rilke

Die wesentlichen Dinge des Lebens kommen nicht aus uns selbst,  sondern auf uns zu.

Kalenderspruch