Das Gebet ist nicht ein Bitten um etwas. Es ist eine Sehnsucht der Seele. Eingeständnis der eigenen Schwachheit. Auch der Stärkste unter uns wird dadurch ständig  an seine Nichtigkeit gemahnt, schon bevor Tod, Krankheit, Alter und Unglück auf ihn zu kommen. Wir leben inmitten des Todes. Was nützt es, unseren eigenen Plänen zu folgen, wenn sie in der Kürze eines Augenblick zunichte gemacht werden können. Doch dürfen wir uns stark fühlen wie ein Fels, wenn wir voll Vertrauen sprechen: Wir arbeiten für Gott und Seine Pläne. Dann wird alles klar und hell. Dann mißlingt uns nichts mehr. Dann ist alles Scheitern nur Schein. Tod und Zerstörung sind dann - aber nur dann - keine Wirklichkeit mehr. Sie sind dann nichts anderes mehr als eine Wandlung.

Mahatma Gandhi

Wahre Liebe

Weisheit und Liebe sind eins. Beides sind einander Bedingung und Folge zugleich. Liebe macht weise und Weisheit macht liebend. Dem Liebenden erschließt sich die Seele des Geliebten, sie wird ihm offenbar. Er erschaut ihre Geheimnisse, er wird wissend durch die Liebe. Wer Weisheit hat, erschaut die Zusammenhänge und ergründet die Tiefen. Er weiß um das Einende in allen Wesen und sieht das Erhabene auch im Geringsten und das Ewige in jedem Wechsel. Er muss anbeten, er muss lieben!

Liebe und Weisheit  - zwei Tore zu Gott. Durch welches man auch eingeht, man gelangt zu jenem Allgefühl, das beide, Liebe wie Weisheit, zu gleichen Teilen in sich schließt.

Ephides