Gottes Durchtragen  - Spuren im Sand

 

Wer kennt nicht Nöte, wo wir meinen von Gott ganz und gar verlassen zu sein, wo er sich scheinbar nicht mehr um einen kümmert ?

 

In dem bekannten Psalm 91 schreibt der Psalmnist davon , dass Gott den behütet, der zu Gott kommt, und dort auch bleibt:

 

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt

und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt

der spricht zu dem Herrn:

"Meine Zuversicht und meine Burg,

mein Gott, auf den ich hoffe!"

Psalm 91,1-2

 

An späterer Stelle im gleichen Psalm lesen wir:

 

Denn er hat seinen Engel befohlen,

dass sie dich behüten auf all deinen Wegen,

dass sie dich auf den Händen tragen

und du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.

 

Er liebt mich, darum will ich ihn erretten,

er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.

Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören;

Ich bin bei ihm in der Not,

ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.

Ich will ihn sättigen mit langem Leben

und will ihm zeigen, mein Heil.

Psalm 91, 11- 16

 

Gibt es eine bessere Verheißung ? Wenn wir Gott von ganzem Herzen lieben, ihm nachfolgen und den Kontakt mit ihm suchen, werden wir nicht nur erhört werden, sondern Gott will uns sogar  auch noch dazu zu Ehren bringen und vieles mehr !

 

Das Gott uns wirklich durchhilft, wird oft erst im Nachhinein klar. Er kann uns die Nöte oft nicht ersparen, weil wir daran reifen sollen, aber wenn es zu schwer wird trägt er selbst uns durch die Problemzeit hindurch.

 

 

 

Fußspuren im Sand

 

Eines Nachts hatte ich einen Traum:

Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.

Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,

Streiflichter gleich, Bilder aus meinem Leben.

Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand.

die eine war von mir, die andere vom Herrn.

 

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war,

blickte ich zurück. Ich erschrack, als ich entdeckte, dass an

vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war.

Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

 

Besorgt, fragte ich den Herr:

"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen,

auf allen Wegen bei mir zu sein.

Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines

Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich

verlassen, als ich dich am nötigsten brauchte?"

 

Da antwortete der Herr:

"Mein liebes, liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie, nie allein lassen,

erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.

Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."

 

Margaret Fishback Powers