Meditation - Mantren

 

Meditation sollte nicht nur periodisch stattfinden, sondern ständig andauern - auch im Schlaf. Franz von Assisi sagt: Beten ist eine gute Sache, aber euer ganzes Leben soll ein Gebet sein." Im Schlaf kann das Denken aufgrund der meditaiven Bewusstheit während des Wachzustandes Tiefen erreichen, die von großer Bedeutung sind. Selbst im Schlaf sollte die Meditation weitergehen.

 

Meditation dient nicht dazu, die Persönlichkeit zu verfeinern. Durch Selbsterkenntnis hört der Meditierende, der Werdende, auf zu sein, er geht ganz in Gott ein.

 

Meditaion läutert  den Geist von allem,  was er angehäuft hat. Sie zerstört seine Fähigkeit anzusammeln, zu benennen, zu werden. Sie zerstört sein Wachstum und seine Selbstverwirklichung.

 

Meditaion befreit den Geist von der Erinnerung, von der Zeit.

 

Nur wenn der Meditierende sich selbst versteht und aufhört zu sein, tritt Meditation ein. Das Ende des Medierenden ist Meditation.

 

Meditation ist jene Stille, die eintritt, wenn der Meditierende und seine geistigen Prozesse verstanden worden sind.

 

Die Stille ist unerschöpflich; sie ist nicht der Zeit unterworfen und daher unermesslich !

 

Wenn die Meditation absichtlich ausgeführt wird, wird sie zu einer Anstrengung und damit zu einem Stressfaktor für den Geist. Meditation ist kein absichtsvoller Akt, sie besitzt keine Kontinuität. Denn in dem Augenblick, in dem sie Kontinuität besitzt, hat sie einen zeitlichen Wert. Dann ist die Meditaion vom Geist als ein Mittel gewählt worden, irgendetwas zu erreichen oder zu bewahren.

 

Meditation ist ein Akt, der in jeder Minute endet und keine Kontinuität besitzt.

 

 

Mantren

 

Das Wiederholen von heiligen Gesängen, Worten  oder Phrasen schläfert den Geist langfristig ein, auch wenn es ihn im Augenblick stimmulieren mag. In diesem schläfrigen Zustand finden zwar bestimmte Erlebnisse statt, aber diese haben ihren Ursprung in dir selbst. So befriedigend sie auch sein mögen, sie sind dennoch Illusionen.

 

Das Erleben der Realität stellt sich nicht durch Wiederholung oder bestimmte Übungen ein.

 

Was heute überall auf der Welt gemacht wird - Worte wiederholen, in einer bestimmten Haltung sitzen, auf bestimmte Weise atmen, ein Mantra aufsagen -, ist nicht Meditation.

 

Diese Praktiken machen den Geist dumm und stumpfen ihn ab.

 

Und wenn der Geist aufgrund dieser Dummheit und Dumpfheit ruhig geworden ist, dann denkst du, du hättest innere Stille erlangt.

 

Aber diese Art von Meditation ist nichts weiter als Selbsthypnose. Sie ist die zerstörerischte Form der Meditation überhaupt.