Alle Dinge sind möglich, dem, der da glaubt.

Markus 9,23

 

Alle Dinge sind demjenigen möglich, der glauben kann.

Das ist keine Utopie, keine Magie, kein Spiritismus und keine Selbstüberschätzung, sondern es sind Worte Jesu Christi, jenes Mannes in dem Gott selbst Mensch wurde. Er sagte sie zu einem Mann, der ihn etwas zweifelnd fragte, ob ER (Jesus) wohl seinen  von einer Besessenheit/ Epilepsie geplagten Sohn heilen könne. ( siehe Markus-Evangelium 9,23).

 

Wie soll das möglich sein?

Die Antwort ist ebenfalls in den Schriften der Bibel zu finden. Im Jakobus-Brief,5,17,18 steht:  Elia war ein schwacher Mensch wie wir, er betete ernsthaft darum, dass es nicht regnen solle, da regnete es dreieinhalb Jahre lang nicht auf dem Land. Dann betete er um Regen und die Erde ließ wieder Getreide wachsen.

 

"Das kann doch nur eine Legende sein" werden viele sagen; "wir beten doch auch, und es geschieht nichts oder eher das Gegenteil dessen, um was wir Gott bitten."

 

 

 

 

Es ist aber keine Legende, sondern Wahrheit.

Sie lässt sich jederzeit nachprüfen, reproduzieren, indem man das biblische Rezept im eigenen Leben anwendet. Es ist alles ganz einfach. Schwierig werden diese Dinge nur dann, wenn ein Mensch sehr am materiellen Leben hängt und diese göttlich-geistige Gebetskraft gern als eine Art Zusatz-Versicherung hätte, um sich damit vor wirklich  a l l e n  Härtefällen des Lebens schützen zu können.

 

D a s  g e h t  n i c h t !

Niemand kann zwei Herren dienen (Matth,6,49)

Gott leiht SEINE Macht nur demjenigen, der damit nichts Vergängliches, sondern etwas Unvergängliches schaffen möchte. Unvergänglich ist aber nur das, was aus reiner, völlig uneigennütziger Liebe geschaffen wird. Wer erst seine eigenen Bedürfnisse befriedigt wissen möchte, ehe er anderen dient, der wird jene Kraft, die in den Schwachen mächtig ist, nicht kennen lernen - es sei denn von ferne.

 

Das Rezept für diese Gebetskraft ist denkbar einfach und steht in der Bergpredigt Jesu (siehe Matthäus)

 

Trachtet  z u e r s t  nach dem Reich Gottes und Seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere zufallen.

 

 

 

 

Das "Reich Gottes" ist nicht irgend ein frommer Verein, eine Kirche oder Sekte, auch keine zukünftige Staats- oder Regierungsform theokratischen Zuschnitts. SEIN Reich ist nicht von dieser Welt. Es kann auch nicht im Äußeren, in der materiellen Welt Wirklichkeit werden, denn die Materie ist und bleibt dem Geist und damit GOTT  gegenüber fremd, ein Widerspruch. SEIN Reich kann nur im  I n n e r e n  des Menschen Wirklichkeit werden, wo Seele und Geist zusammenwachsen und reif werden; und diese geschieht nur dann und nur dort, wo ein Mensch dem anderen in völlig uneigennütziger, reiner Liebe dient und jedes Opfer auf sich nimmt, um damit notleidenden Menschen zu helfen.

 

Wo ein solcher Geist unter Menschen Einzug hält - ( Jesus: Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen.")  Da ist  GOTTES  REICH ! Wo er fehlt, da können auch die allerfrömmsten Namen, Riten und Gebete, die glühendsten Worte und die ehrlichsten Absichten   SEIN REICH  nicht herbeizaubern. Allein die reine, selbstlose, dienende Liebe schafft dieses Reich, und zwar im Inneren jener Menschen, die so handeln.  Und  I h n e n  leiht Gott  SEINE MACHT, keinen anderen.

 

Es ist die Kraft, die in den Schwachen mächtig ist, und die Macht, welche die "Schafe" vor dem reißendem Biss der "Wölfe" schützt. Wer noch glaubt, mit den Wölfen heulen zu müssen der wird diese Kraft entbehren müssen, auch wenn er noch so sehr darum bittet und fleht. Er trachtet noch nach den Dingen dieser Welt und empfängt die Gaben dessen, den man den "Fürsten dieser Welt" nennt.

 

 

 

 

Wer die reinen und unverwechselbaren Gaben Gottes empfangen möchte, der muss sein Kreuz auf sich nehmen, jede,  - aber wirklich jede -  materielle Sicherheit aufgeben und sich selbst samt aller seiner Habe in jene Menschen verschenken, die in Not sind und Hilfe brauchen.

 

Wer das tut, dem öffnet  GOTT  die Tore  SEINES  REICHES  und hält in seinem Inneren Einzug, mit all  SEINER  Macht und Herrlichkeit.

 

In der Praxis sieht das so aus.

Zunächst mag einen diese Botschaft schmerzen und verdrießen, zu sehr hängt man noch immer mit Haut und Haaren an den materiellen Gütern und ist mit tausend Fäden mit der materiellen Seite des Lebens verfilzt.  Z u s ä t z l i c h  hätte man diese Kraft gerne, und wie gerne !  Aber, man fühlt sich unbehaglich  bei dem Gedanken, die eigenen Sicherheiten opfern zu müssen,  und doch möchte man im Glauben irgendwie weiter kommen; ganz aufrichtig. Nun hilft das Gebet. Man muss diesen Glaubenswunsch tief im Inneren ehrlich und aufrichtig vor Gott ausbreiten, dann verändert er die "Innere Welt" Etwa so:

 

 

 

 

Lieber Gott, weil DU mein Vater bist, bitte ich Dich, als Dein Kind: Stärke meinen Glauben und meine Kraft Deines Geistes in mir. Zeige mir jeden Tag, wo ich einen Mitmenschen helfen und dienen kann, und gib mir dann die Kraft, aus dieser Gelegenheit eine Tat zu machen, eine Tat, die Dir Freude macht. Und bitte, löse Du die Fäden, die mich noch an die Materie binden, damit Dein Geist in mir frei werden kann. Nicht ich, sondern allein DU kannst das für mich tun. Ich bin sicher, dass DU das tun willst und nur auf mein Einverständnis wartest. Nimm noch meinen Dank dazu, meinen Dank für das,  was DU nun tun wirst an mir und durch mich. Amen

 

Man sollte solch ein Gebet natürlich mit eigenen Worten sprechen, und zwar nicht laut oder gemurmelt, sondern ganz tief im Inneren, dort, wo alles echt und wahr ist, wo man alle Schminke und Gewänder abgelegt hat und nur noch so ist, wie man eben ist, dort, in diesem inneren Kämmnerlein, betet man, ganz in sich und in den Gedanken des Gebets versunken. Dort allein ist Gottes Ohr.

 

Dann muss man sehr auf sich achten !

Die Gelegenheiten, um die man gebetet hat, werden sich nun zeigen,  mit der Zuverlässigkeit eines Naturgesetzes, man darf sie nicht übersehen und muss sofort zupacken und helfen so gut und so viel man nur kann. Gott wird nicht gerade wenig fordern, aber auch nicht zuviel. Und ehe man das richtig merkt, hat man angefangen seinen Mitmenschen zu dienen.

 

 

 

 

Meist kommt dann aber recht bald eine Hürde oder Klippe.

Man merkt, dass das alles recht gut, manchmal fast zu gut, geht und fühlt sich gar nicht mehr belastet bei dem Gedanken etwas opfern zu müssen. Man merkt, dass man jedes materille Opfer mit Zins und Zinseszins als seelische Kraft zurückbekommt, und fühlt sich dadurch wunderbar gestärkt.

 

Aber wie schnell fühlt man sich dann schon unüberwindlich stark?  Wie schnell rührt sich so etwas wie Stolz oder Hochmut? Hier droht Gefahr ! Es ist gefährlich jene Ehre, die allein Gott gebührt, für sich selbst in Anspruch nehmen zu wollen. Wer das tut, wird furchtbaren Schiffbruch erleiden, und vor aller Welt als der Blamierte dastehen, - dastehen müssen !

Der Weg geht nur über die Demut und Verzicht auf Anerkennung, dies ist zunächst nicht leicht, aber auch hier hilft das Gebet:

 

Oh Du, mein Vater ! Du hast mich nun stark und kräftig gemacht für den Dienst an meinen Mitmenschen, und hast mich frei gemacht von der Sorge um mein eigenes Leben. Dafür danke ich Dir aus meinem Herzen. Lass mich DEINE KRAFT nicht missbrauchen, sondern führe mich in die Tiefe der Demut und reinige mich völlig von mir selbst, damit ich Dir ein brauchbares Werkzeug werde. Ich bin sicher, dass Du das nun tun willst, und nur auf mein Einverständnis gewartet hast, damit mein Wille frei bleibe. DIR übergebe ich mich ganz , - aus Dankbarkeit. Amen

 

 

 

 

Wer das ehrlichen Herzens und ohne jeden inneren Widerstand tief in sich selbst aussprechen kann, für den ist der Tag nicht mehr fern, an dem das  REICH  GOTTES  in ihm Wirklichkeit wird, an dem er die Kraft und die Herrlichkeit Gottes in sich selbst zu spüren beginnt und  a l l e  Dinge tun kann, denn Gott, unser von Liebe überströmter Vater im Himmel kann  a l l e  Dinge tun; auch in einem von seinem Geist erfüllten Menschen.

WIR  MÜSSTEN  IHN  NUR  MACHEN  LASSEN ... !!!