Je schlechter es den Menschen körperlich geht, um so besser geht es ihm geistig. Und daher kann es den Menschen nie schlecht gehen. Ich habe lange nach einem Vergleich gesucht, der dies zum Ausdruck bringt. Es ist der allereinfachste Vergleich: der Waagebalken. Je größer die Last am körperlichen Ende ist, je schlechter es einem körperlich und im Sinne des irdischen (ebenfalls körperlichen) Ruhms geht, um so höher steigt das geistige Ende, um so besser geht es der Seele.

Leo Tolstoi

"Es schreie ein jeder zu Gott" sagte Martin Buber, und "erhebe sein Herz zu ihm, als hinge er an einem Haar, und der Sturmwind brauste bis zum Herzen des Himmels, bis dass er nicht wüsste, was er tun solle, und beinahe keine Zeit mehr hätte zu schreien. Und in Wahrheit blieb ihm kein Rat und keine Zuflucht als einsam zu werden und seine Augen und sein Herz zu Gott erheben und zu ihm zu schreien. Das tue man zu jeder Zeit; denn der Mensch ist in der Welt in großer Gefahr."

Das Leiden muss getragen, werden damit es vorüber geht.

Dietrich Bonhoeffer