Du brauchst Gott weder hier noch dort zu suchen: Er ist nicht weiter weg als vor der Tür deines Herzens. Da steht er und harrt und wartet, wen er bereit findet, der ihm auftut und ihn einlässt. Du brauchst ihn nicht von weit her rufen. Er kann es weniger erwarten als du, dass du ihm auftust. Ihm drängt es tausendmal mehr nach dir als dich nach ihm. Das Auftun und das Eingehen, das ist nichts als  e i n  Zeitpunkt. Nun magst du sagen: "Wie kann das sein? Ich verspüre doch nichts von Gott." Wisse: Das Verspüren liegt nicht in deiner Macht, sondern in seiner. wenn es ihm passt, so zeigt er sich, aber er kann sich auch verbergen, wenn er will.

Meister Eckhart-

Man kann vieles unbewusst wissen, indem man es fühlt, aber nicht weiß.

Dostojewski

Gott hat seinen Sohn nicht in diese Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch IHN gerettet werde.

Johannes 3,17

Es ist uns aufgegeben, unsere Seele, das Eine in uns, zu offenbaren. Dies kann nur geschehen, indem unsere Seele durch die Mannigfaltigkeit der Vergänglichkeit hindurch geht, indem sie beständig die Form opfert, um die Ewigkeit des Geistes zu behaupten.

R. Tagore

Alles was von uns verlangt wird, ist, dass wir das Schwere lieben und mit dem Schweren umgehen lernen. Im Schweren sind die freundlichen Kräfte , die Hände, die an uns arbeiten. Alles sei uns Heimat: auch die Not.

Rainer Maria Rilke

Alles was du siehst, wird die Natur bald verwandeln und aus diesem Stoff andere Dinge schaffen und aus deren Stoff wieder andere, damit die Welt immer verjüngt werde.

Marc Aurel

Eines der größten Hindernisse unserer seelischen Entwicklung ist, wie mir scheint, das Überhören der inneren Stimme zugunsten eines kollektiven, koventsionellen Ideals, das uns unempfindlich macht gegen die Schäden am eigenen Haus und uns das Recht verleiht, dem Nachbarn gute Ratschläge zu erteilen. Wenn man an einer sogenannten Sache mittut, so kann man es sich leicht schenken, etwas an seiner - ach so kleinen unbedeutenden Seele ausbessern zu müssen.

C.G. Jung

Das größte Lebenshindernis ist die Erwartung. Abhängig vom Morgen verliert sie das Heute. Über das was in der Hand des Schicksals liegt, verfügst du, doch das was in deiner Hand liegt, lässt du dir entgehen. Wonach hälst du Ausschau? Wonach streckst du dich? Alles Künftige ist ungewiß: Leben Jetzt !

Seneca

Gott hat viele Namen, nenn IHN wie du magst - wenn du nur mit Innbrust aussprichst, was du sagst. Hört nicht auch die Mutter ihres Kindes Ruf, ehe noch sein Seelchen sich ein Wortbild schuf?  Gott spricht alle Sprachen - doch wer Schweigen kann, steigt als goldne Flamme selber himmelan ...

Ephides

Denn es gibt Zeiten, da hören wir der Unsichtbaren Füße schreiten und fühlen ihre Hände, die uns liebend leiten, und sind geborgen und voll Zuversicht. Die Sorgen mögen gehen oder kommen, ob uns geschenkt wird oder nur genommen, an unsre letzten Tiefen rührt das nicht. Die stehen nur im ewig jungen Hoffen den Stimmen jener Unsichtbaren offen, durch die der Herr uns seinen Segen spricht. Das sind die Zeiten, da wir dem Zwange dieser Erde sacht entgleiten und eingehn in die Freiheit ungemessner Weiten und aufgehn in dem schattenlosen Licht.

Ephides

Unser Gott ist voll Liebe und Erbarmen; er schickt uns den Retter, das Licht, das von oben kommt. Dieses Licht leuchtet allen, die im Dunkeln sind, die im finsteren Land des Todes leben.

Lukas 1,78,79

Das Allerbeste und Alleredelste, wozu der Mensch in diesem Leben gelangen kann, ist, dass er schweigt und Gott in sich wirken und sprechen lässt. Wenn alle Kräfte der Seele von all ihrem Wirken und all ihren Bildern abgezogen sind, dann wird das ewige Wort in ihr gesprochen.

Meister Eckhart

Eine bestimmte Art von Verrücktheit ist die erste Stufe zur Selbstlosigkeit. Begib dich deines gesunden Verstandes und erzähle uns, was hinter dem Schleier der sogenannten Vernunft verborgen liegt. Es ist der Sinn des Lebens, uns diesen Geheimnissen näher zu bringen, und verrückt zu sein, ist die einzige Möglichkeit.

Khalil Gibran

Jedes Versenken, sei ein Verschenken, nicht ein Verschließen, sondern ein Fließen. Welle auf Welle heilende Quelle, aus dem Verhüllten zu den Erfüllten.

Ephides

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