Wir ahnten es zwar, doch ist es uns niemals vielleicht so deutlich aufgezeigt worden, dass das Wesen der Liebe nicht im Gemeinsamen läge, sondern darin, dass einer den anderen zwingt, etwas zu werden, das Äußerste zu werden, wozu seine Kräfte reichen.

Rainer Maria Rilke

Wahre Liebe. Die Wunder wissen ihren Weg zu finden im Dienst der Liebenden. Sie überwinden die Schranken um sie tiefer zu verbinden. Der Liebe ist kein Halt gesetzt, durch sie wird kein Gebot verletzt, mit dem der Mensch die eigne Macht beschränkte. Sie ist die nie durch Grenzen eingeengte, in ihr ist Gott der Geber und Beschenkte.

Ephides

Es gibt nichts Schöneres als geliebt zu werden, geliebt um seiner selbst willen oder vielmehr trotz seiner selbst .

Viktor Hugo

 

 

Wir leben heute alle in Verzeiflung, alle wachen und leidensfähigen Menschen, und sind zwischen Gott und das Nichts gestellt. Zwischen ihnen atmen wir aus und ein, schwingen und pendeln. Wir hätten jeden Tag Lust, das Leben hinzuwerfen, und werden doch von dem Teil in uns gehalten, der überpersönlich ist. So wird unsere Schwäche, ohne dass wir darum Helden wären, zur Tapferkeit. Und wir retten ein wenig vom überlieferten Glauben für die Kommenden.

Hermann Hesse

Nicht an die Dinge  m e h r  Bedeutung geben, als sie sich selber nehmen; das Leid nicht von außen sehen, es nicht abschätzen und groß nennen: das große Leid ..., Sie wissen ja nicht, ob Ihr Herz nicht mit ihm gewachsen ist, ob diese große Müdigkeit nicht das Wachstum des Herzens ist, Geduld, Geduld und nicht urteilen im Leiden, nie urteilen, solang es über einem ist, man hat kein Maß dafür, man vergleicht und übertreibt.

- aus Briefen -  von  Rainer Maria Rilke

Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.

Johannes 6,68

 

Gelebte Religiosität

Man muss zwischen Religion und Religiosität  unterscheiden. Religion ist eine Institution, ein bestimmter Glaube, bestimmte Vorstellungen, die kulturell und zeitlich bedingt sind. Religiosität dagegen, ist eine Haltung, in der Werte wie Liebe, Gerechtigkeit, Brüderlichgkeit das Leben des Menschen bestimmen.

Der Mensch von heute hat eine verlogene Beziehung zur Religion. Er glaubt ein Christ zu sein, ein Jude zu sein, oder was immer seine Religion ist. In Wirklichkeit aber ist er ein Heide, weil er Götzen anbetet: das Geld, den Profit, die eigene Größenvorstellung, die eigene Person, den Narzißmus. Das ist Götzenanbetung, aber die nennt er häufig Religion, weil sich das so eingebürgert hat und weil er dann vor sich und den anderen als ein sehr feiner Mensch dasteht.

Erich Fromm

Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto wenn man in eine Garage geht.

Albert Schweitzer

"Siege", sie mögen noch so groß und gelungen sein, führen um keinen Schritt weiter, und im Innern entschließt man sich zu keiner wirklichen Veränderung, alles ist Schein und Spiel, noch ist immer und überall das Alte und Verhängnisvolle verlogen am Werke, die neuen Kräfte, soweit vielleicht welche da sind, ungeduldige, schmerzliche, kommen niegends in die Lage, sich anzuweden.

Rainer Maria Rilke

Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden.

Carl Hilty

Der Anführer eines großen Heeres kann besiegt werden. Aber den festen Entschluß eines Einzigen kannst du nicht wankend machen.

Konfuzius

 

 

 

 

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