Im ganzen war ich erstaunt, zu sehen, wie wenig Aufhebens die unbewußte Seele vom Tode macht. Demnach müsste der Tod etwas verhältnismäßig Belangloses sein, oder unsere Seele kümmert sich nicht darum, was dem Individuum  zufälligerweise zustößt. Um so mehr aber scheint sich das Unbewusste dafür zu interessieren, wie man stirbt, ob die Einstellung des Bewusstseins zum Sterben passt oder nicht.

C.G. Jung

Wenn jener Tag kommt, an dem diese Verbindung des Göttlichen und Menschlichen sich trennt, werde ich diesen Körper da zurücklassen, wo ich in fand; ich selbst werde mich mit den Göttern wieder vereinigen. Auch jetzt bin ich nicht ohne sie, werde aber in einem harten irdischen Kerker festgehalten. Dies kurze sterbliche Dasein ist nur das Vorspiel jenes besseren und längeren Lebens. Wie der Mutterleib uns neun Monate umschließt und zubereitet, nicht für sich, sondern für den Ort, in dem wir bekanntlich ausgestoßen werden, wenn wir fähig sind zu atmen und im Freien zu leben, so reifen wir von diesem Zeitraum, der sich von der Kindheit bis ins Alter erstreckt, zu einer andern Geburt. Jener letzte Tag, vor dem du zurückschreckst, ist der Geburtstag der Ewigkeit.

Seneca

Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen.

Hesekiel, 34,11

Das eig`ne Leid muss klein dir scheinen, wenn du bedenkst das Weh, die Not durch die viel tausend Augen weinen, wenn du von allem Schmerz den deinen nur kennst, so bist du seelisch tot !

Christian Morgenstern

Was von uns verlangt wird, ist, dass wir das Schwere lieben und mit dem Schweren umgehen lernen. Im Schweren sind die freundlichen Kräfte, die Hände, die an uns arbeiten

Rainer Maris Rilke

Kommt dir ein Schmerz, so halte still und frage, was er von dir will ! Die e`wge Liebe schickt dir keinen, bloß darum, dass du mögest weinen !

Emanuel Geibel

Das Unheil, dass dich irgend einmal trifft, kommt aus einer Stunde, die du versäumt hast.

Napoleon Bonarparte

Die Tat war dein, ertrag nun ihre Wehen.

Friedrich Halm

Im Innern aller Leute leben zwei Menschen. Der eine, geistige, strebt nach dem Heil, das auch anderen zum Heil gereichte; und der andere, der animalische Mensch, nur nach dem eigenen Heil, bereit diesem das Wohl der ganzen Menschheit zum Opfer zu bringen.

Leo Tolstoi

Niemand kennt sich, insofern er nur er selbst und nicht auch zugleich ein anderer ist.

Friedrich Schlegel

Du darfst auf keinen Fall deinen inneren Frieden verlieren, auch dann nicht, wenn die ganze Welt aus den Fugen zu geraten scheint.

Franz von Sales

Manchmal haben wir die Kraft. "Ja" zum Leben zu sagen. Dann kehrt Frieden in uns ein und macht uns ganz.

Ralph Waldo Emerson

O, HERR hilf!  O HERR, lass wohlgelingen!

Psalm 118,25

Ein Glück das plötzlich kam, wird plötzlich wieder gehn; das langsamere gereift, wird länger es bestehn? Nein ! Ohne Dauer ist hier jede Blüt` im Garten, und unverwelkt blüht nur das, was wir erwarten. Lass jedes Glück verblühn, wenn dir nur eines bleibt, die Hoffnung die am Zweig`stets neue Knospen treibt.

Angelus Silesius

Daher muss man sich durchringen zur Feiheit; diese aber erreicht man durch nichts anderes als durch Gleichgültigkeit gegen das Schicksal.

Seneca

Drei Dinge helfen die Mühseligkeiten zu tragen: die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.

Immanuel Kant

Zwei Dinge sollten die Kinder von den Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.

Goethe

NACH OBEN