Sommersatt steht das Getreide. Sollst nicht weinen, wenn ich scheide aus den engumgrenzten Kreis, weil ich neue Wege weiß! Sommerwind wiegt das Getreide, tröste lind auch dich im Leide, singt dir meine Melodie, wenn ich in die Fremde zieh. Schnitter schneiden das Getreide. Bald schließ ich die Augen beide, doch aus sternumstrahlten Tor tret ich morgenfrisch hervor.

Sterben ist leicht, glaub mir, es gleicht glückhaften Traum. Weit ist der Raum - du schenkst dich im uferlosen Glück dem Urmeer zurück.

Ephides

Sei stark, mein Herz ertrage still! Ertrage still der Seele tiefstes Leid. Denk, dass der Herr es also will, der fesselt und befreit. Und traf dich seine Hand auch schwer - in Demut nimm es an: er legt auf keine Schulter mehr, als sie ertragen  kann

 Friedrich Halm