Wenn euch Dunkelheit umhüllt, sagt: "Die Dunkelheit ist eine Morgendämmerung, die darauf wartet, geboren zu werden; und selbst wenn die Qualen der Nacht auf mir lasten, der Morgen wird geboren sein, in mir wie auf den Hügeln".

Khalil Gibran

Mancher denkt sich Abenteuer aus und ganze Romane und dichtet sich das Leben zurecht, um wenigstens auf diese Weise nach Wunsch zu leben.

Dostojewski

Wer nicht die Fürchterlichkeiten des Lebens irgendwann, mit einem endgültigen Entschlusse, zustimmt, ja ihr zujubelt, der nimmt die unsäglichen Vollmächte unseres Daseins nie in Besitz, der geht am Rande hin, der wird, wenn einmal die Entscheidung fällt, weder ein Lebendiger noch ein Toter gewesen sein. Die Identität von Furchtbarkeit und Seligkeit zu erweisen, dieser zwei Gesichter an dem selben göttlichen Haupte, ja dieses einen  e i n z i g e n  Gesichts, das sich nur so oder so darstellt,  je nach der Entfernung aus der, oder der Verfassung, in der wir es wahrnehmen ...:  dies ist der wesentliche Sinn und Begriff meiner Bücher.

Rainer Maria Rilke

Niemand hat von Leben etwas Ordentliches gelernt, solange er nicht weiß, dass jeden Tag Gerichtstag ist.

Ralph Waldo Emerson

Tag und Nacht verbringe ich mit der einen Beschäftigung, alte Charakterfehler zu überwinden. Das ist die Aufgabe, die ich mir gestellt habe, das ist mein Vorhaben. Ich suche zu erreichen, dass mir jeder Tag soviel gilt, wie ein ganzes Leben. Dabei reiße ich ihn nicht an mich, als wäre es der letzte, sondern betrachte ihn in aller Ruhe so, als könnte es auch der letzte sein. Ich kann einen sinnvollen Gebrauch vom Leben machen, weil ich nicht zu großen Wert darauf lege, wie lange es dauern wird. Bevor ich ein alter Mann wurde, war ich darauf bedacht, würdig zu leben. Jetzt im Alter richtet sich mein Streben darauf, würdig zu sterben.

Seneca  - aus Briefen

Herr, wenn ich an deine ewigen Ordnungen denke, so werde ich getröstet.

Psalm 119,52

 Wahl  

Kannst du nicht allen gefallen durch deine Tat und dein Kunstwerk,  Mach es wenigen recht; vielen gefallen ist schlimm.

Das eigene Ideal

Allen gehört, was du denkst, dein eigen ist nur, was du fühlest. Soll er dein Eigentum sein, fühle den Gott, den du denkst.

Schiller

 

 

Wir sollten das, was wir besitzen, bisweilen so anzusehen uns bemühen, wie es uns vorschweben würde, nachdem wir es verloren hätten, und zwar jedes, was es auch sei: Eigentum, Gesundheit, Freunde, Partner, Geliebte, Weib, Kind, Pferd und Hund. Meistens belehrt erst der Verlust uns über den Wert der Dinge.

Arthur Schopenhauer

Wer nicht strebend sich bemüht, dem helfe ich nicht voran. Wer nicht um den Ausdruck ringt, dem eröffne ich ihn nicht. Wenn ich eine Ecke zeige, und er kann es nicht auf die drei anderen übertragen, so wiederhole ich nicht.

Konfuzius

 

Zum Seitenanfang