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Widerstand führt immer ins Unglück. Wir müssen lernen, das alles, wahrhaft alles, was uns begegnen kann oder begegnen will, aus Gottes Händen kommt. Auch das bitterste Leid oder Leiden, es ist weiter nichts als verborgene, unter einer Maske auf uns zukommende Liebe.

Wozu diese Maske?

Weil wir der reinen, unmaskiert erscheinenden Liebe Widerstand entgegensetzt und sie abgewiesen haben; irgendwann - vielleicht in einer längst vergessenen, fernen Vergangenheit. Jeder Widerstand, den wir leisten - was auch auf uns zukommt - ist im Kern Widerstand gegen Gott. Es kann nichts auf uns zukommen, außer dem, was ER uns schickt. Gut und Böse, Himmel und Hölle, Engel und Teufel, Materie und Geist sind gleichermaßen in Seiner Hand und unter Seiner Kontrolle. Sie begegnen uns nur mit Seiner Erlaubnis, und ER macht auch aus allem, was uns als >das Böse erscheint< und begegnen will, rein Gutes, - aus Liebe; aber nur, wenn  wir IHM nicht Widerstand leisten.

 

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Jesus von Nazareth, der Mann, in dem Gott selbst Mensch wurde, hat uns allen in seiner Bergpredigt geboten: > Ich sage Euch ihr sollt euch überhaupt nicht gegen das Böse wehren. Wenn dich einer auf die rechte Backe schlägt, dann halte ihm auch die linke hin. aus >Die gute Nachricht<.

Wer im Vertrauen auf Gottes Liebe und unbegrenzter Macht  a l l e s  bejaht  was ihm begegnet - Not, Krankheit, Diebstahl, Verleumdung, Betrug, Beleidigung und schließlich den Tod - und dies alles dankbar aus Gottes Hand nimmt, der hat Himmel und Hölle überwunden und ist zum > Kind Gottes < geworden. Er ist vollkommen, so wie unser Vater im Himmel vollkommen ist (siehe Matthäus 5,48) Sein Wille setzt Himmel und Hölle in Bewegung, und er kann jedes beliebige  > Wunder < tun.

Ist das nicht ein Widerspruch? Wie soll man das alle verstehen?

Ist denn derjenige, der alles mit sich machen lässt, dem alles egal ist, nicht ein armseliger Tropf, ein Schwächling und Versager oder ein Fatalist, der in kürzester Zeit alles  >verlieren < muss? Wie sollte er alles >gewinnen< können?

 

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Man muss unterscheiden: Feigheit, die nach dem Weg des geringsten Widerstandes sucht, ist etwas völlig anderes, als jener Mut des geistigen Überwinders, dessen Bewusstsein frei geworden ist und dessen Leben nicht mehr bedroht ist von tausend verschiedenen Dingen, denen man Widerstand entgegen setzen könnte. Wer erkannt und erfahren hat, dass mit völliger Hingabe an Gott alle Gefahren  aufhören und nicht nur aus seinem Bewusstsein , sondern auch aus seiner >realen< äußeren Erfahrungswelt verschwinden, der leistet keinen Widerstand mehr.  

Jener Gott, der ihm in Jesus von Nazareth erschienen ist,  ist zu Seinem  EIN und ALLES  geworden - auch zur Quelle seines Schicksals, seiner Lebensbedingungen, die für  >ihn <  so speziell die besten sind. Denen die  I H N  lieben, müssen alle Dinge zum Besten dienen (Römer 8,28) Er hat dies in seinem Glauben zu fassen begonnen, und aus seinem Glauben ist faßbare Wirklichkeit geworden.

Er ist ein Wissender;  in seinem Inneren wohnt kein Zweifel mehr, sondern die Sicherheit dessen, der alles selbst erlebt, erfahren und überwunden hat. Der unbeteiligte, feige Schwächling dagegen hat nichts erlebt, weil er jedem eigenen Erlebnis  - das ja immer Gefahren birgt - ausgewichen ist und auch weiterhin ausweichen möchte.

 

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Man kann das menschliche Leben führen und verstehen als eine fortwährende Folge von Kämpfen gegen tausend äußere Widrigkeiten und Bedrohungen. Dann wird es zur Qual und schließlich zur Hölle. Man kann es aber auch führen und verstehen als einen stetigen Prozess der Annäherung unseres Bewusstseins an das vollkommene Sein Gottes bei gleichzeitigem Abbau aller Widerstände und Verneinungen, als Kampf gegen das eigene "ICH". Darin neigt sich der Himmel zur Erde.

Wie kann so etwas gut gehen?

Der lautere, ehrliche Glaube eines Menschen versetzt Berge , wenn er frei von Zweifeln ist. Das bestätigt die biblische Geschichte von vorn bis hinten. Jesus sagte: Ihr müsst werden wie die Kinder, wenn ihr vollkommen werden wollt. Kinder sind gutgläubig und leisten nur wenig Widerstand.

 

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Ein Mensch, der keinerlei Widerstand mehr leistet, weil er sich selbst in Gottes Händen völlig geborgen und stets richtig geführt weiß,

- ist nie in Gefahr, auch nicht, wenn er auf Schlangen und Skorpione tritt, oder zwischen hungrigen Löwen schläft; er bleibt ruhig und gelassen und ist durch nichts zu erschrecken.

- ist nie beleidigt, gekränkt oder verstimmt, grämlich oder enttäuscht. Seine Seele bleibt in der Gegenwart Gottes, wo es solche Regungen nicht gibt.

- gerät mit keinem in Streit  und kennt keine Feinde , keine egoistischen Interessen und nichts Trennendes. Er kennt den Sinn aller Verschiedenartigkeit, versteht und entschuldigt  alles und fördert jedes Sein in seiner Einzigartigkeit.

- versucht nicht seine Mitmenschen umzukrempeln oder zu bekehren. Er ist da und arbeitet an seiner Vollkommenheit; das genügt - denn jeder andere, der dafür reif ist, nimmt von sich aus willig Anteil an seinem Leben und fühlt sich durch seine Ausstrahlung bereichert.

- macht aus seinen Siegen keine Triumphe und aus seinem Reichtum kein Fest und keine Demonstration, sondern verbirgt beides. Dankbarkeit, Demut  und die unverletzte Ehre Gottes und seiner Mitmenschen sind ihm wichtiger, als jeder eigene Gewinn - auch der geistige.

- gibt und gibt und gibt, - mit vollen Händen - weil er weiß, dass auch schon ein Zurückhalten dessen, was man geben könnte, ein Widerstreben gegen die Liebe Gottes ist und eine Minderung des Vertrauens in SEINE Fürsorge.

 

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- leidet nicht mehr, auch nicht, wenn seinem Körper oder seiner Seele scheinbar grauenvolle Dinge zugefügt werden. Sein Bewusstsein nimmt dies nicht wahr weil es im unzerstörbaren Frieden der Gegenwart Gottes geborgen ist.

- wirkt durch sein Tun viel intensiver als durch seine Worte. Beides stimmt miteinander überein ; die Worte dienen aber nur zur Erklärung des Tuns.

- kennt keine Widersprüche mehr, weil Widersprüche nur die Folge innerer Widerstände sind. Er ist schöpferisch genug , um auch alle jene Forderungen erfüllen zu können, die einander scheinbar widersprechen .

- ist nicht in Zeitnot, weil er auch der Zeit keinen Widerstand entgegen setzt, sondern immer in der Gegenwart bleibt und in ihr seine eigene Ewigkeit entdeckt.

Wie ist ein so hohes, ideelles Ziel zu erreichen?

Niemand kann es aus eigener Kraft erreichen. Vollkommenheit liegt außerhalb der Reichweite unserer menschlichen Kraft. Man muss sie annehmen, so wie man ein Geschenk annimmt. Nur dies kann der Mensch selbst tun:

Dieses Ziel kennenlernen ,

um jeden Preis der Annäherung an dieses Ziel bitten,  b e t e n   , und dann dem Geschenk keinen Widerstand entgegensetzen - in der Tat.

 

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Ein erstes Kennenlernen dieses Zieles soll dieses Kapitel vermitteln.

Das Beten und das Sich-öffnen für die Erlebnisse der Geborgenheit und der liebevollen Führungen Gottes im eigenen Alltagsleben muss jeder selbst erledigen ; dazu hat er von Gott seinen freien Willen erhalten. Er ihn  d a z u  anspannt und mit genügender Ausdauer einsetzt, wird Großes erleben !

Für ihn neigt sich wahrhaft der Himmel zur Erde nieder !

Er entdeckt, das Jesus von Nazareth  meinte, als Er den Satz sagte: > Trachtet zuallererst nach dem Reich Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit, so wird euch das Übrige alles zufallen< (Matthäus 6,33)

Dieses Wort ist wahr. Wozu widerstreben ? Gottes Ebenbild trägt so wie ER selbst Himmel  u n d  Hölle  i n   s i c h .

ER ist vollkommen . Wir sollen es werden - aus Liebe zu IHM und durch die Liebe zu IHM, zu Jesus, dem Mensch gewordenen, ewigen GOTT !

 

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