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 Alle Dinge sind demjenigen möglich, der glauben kann.

Das ist keine Utopie, keine Magie, kein Spiritismus und keine Selbstüberschätzung, sondern es sind Worte Jesu Christi, jenes Mannes, indem Gott selbst Mensch wurde. Er sagte sie zu einem Mann, der ihn etwas zweifelnd fragte, ob ER (Jesus) wohl seinen von einer Besessenheit / Epilepsie geplagten Sohn heilen könne. (Markus 9, 23).

Wie soll das möglich sein?

Die Antwort ist ebenfalls in den Schriften der Bibel zu finden. Jakobus-Brief  Kapitel 5 Vers 17,18 steht: Elia war ein schwacher Mensch wie wir; er betete ernsthaft darum, dass es nicht regnen solle, da regnete es dreieinhalb Jahre nicht auf das Land. Dann betete er um Regen und Gott schenkte Regen, und die Erde ließ wieder Getreide wachsen.

>Das kann doch nur eine Legende sein< werden viele sagen; Wir beten doch auch, und es geschieht nichts, oder eher das Gegenteil dessen, um was wir Gott bitten.

 

 

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Es ist aber keine Legende, sondern Wahrheit. Sie lässt sich jederzeit nachprüfen, reproduzieren, indem man das biblische Rezept im eigenen Leben anwendet. Es ist alles ganz einfach. Schwierig werden die Dinge nur dann, wenn der Mensch sehr am materiellen Leben hängt und diese göttlich-geistige Gebetskraft gern als eine Zusatzversicherung hätte, um sich damit vor wirklich  a l l e n  Härtefällen des Lebens schützen zu können. Das geht nicht. > Niemand kann zwei Herren dienen < ( Matthäus 6, 24)

Gott leiht Seine Macht nur demjenigen, der damit nichts Vergängliches, sondern etwas Unvergängliches schaffen möchte.

Unvergänglich ist aber nur das, was aus reiner völlig uneigennütziger Liebe geschaffen wird. Wer erst seine eigenen Bedürfnisse befriedigt wissen möchte, ehe er anderen dient, der wird jene Kraft, die in den Schwachen mächtig ist, nicht kennen lernen, - es denn von ferne. Das Rezept für diese Gebetskraft ist denkbar einfach und steht in der Bergpredigt Jesu (Matthäus 6,33)

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes ...

so wird euch das Übrige zufallen.

 

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Das >Reich Gottes< ist nicht irgend ein frommer Verein, eine Kirche oder Sekte, auch keine zukünftige Staats oder Regierungsform theokratischen Zuschnitts. SEIN REICH  ist nicht von dieser Welt. Es kann auch nicht im Äußeren , in der materiellen  Welt Wirklichkeit werden, denn die Materie ist und bleibt dem Geist und damit GOTT gegenüber fremd, ein Widerspruch.

SEIN Reich kann nur im INNEREN  des Menschen Wirklichkeit werden, wo Seele und Geist zusammenwachsen und reif werden, und dies geschieht nur dann und nur dort, wo ein Mensch dem anderen in völlig uneigennütziger, reiner Liebe dient uns jedes Opfer auf sich nimmt, um damit notleidenden Mitmenschen zu helfen.Wo ein solcher Geist unter Menschen Einzug hält - es müssen nur zwei oder drei sein - das ist GOTTES REICH. Wo er fehlt, da können auch die allerfrömmsten Namen, Riten, und Gebete, die glühendsten Worte und die ehrlichsten Absichten SEIN REICH nicht herbeizaubern.

Allein die reine, selbstlose, dienende Liebe schafft diese Reich, und zwar im Interesse jener Menschen, die so handeln. und IHNEN leiht Gott SEINE Macht;  keinen anderen.

 

Niemand dient einem anderen aus freien Stücken;

weiß er aber;

dass er damit sich selber dient, so tut er es gern.

J. W. von Goethe

 

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Es ist die Kraft , die in den Schwachen mächtig ist, und die Macht welche die >Schafe< vor dem reißenden Biß der >Wölfe> schützt. Wer noch glaubt, mit den Wölfen heulen zu müssen, der wird diese Kraft entbehren müssen, auch wenn er noch so sehr darum bittet und fleht. Er trachtet noch nach den Dingen dieser Welt und empfängt die Gaben dessen, den man den >Fürsten dieser Welt<  nennt.

Wer die reinen und unverwechselbaren Gaben Gottes empfangen möchte, der muss sein Kreuz auf sich nehmen, jede, - aber auch wirklich jede - materielle Sicherheit aufgeben und sich selbst aller seiner Habe an jene Menschen verschenken, die in Not sind und Hilfe brauchen. Wer das tut, dem öffnet GOTT die Tore SEINES REICHES und hält in seinem Inneren Einzug, mit all SEINER Macht und Herrlichkeit.

Die Praxis sieht so aus:

Zunächst mag einen diese Botschaft schmerzen und verdrießen. Zu sehr hängt man noch immer mit Haut und Haaren an den materiellen Gütern und ist mit tausend Fäden mit der materiellen Seite des Lebens verfilzt.  Zusätzlich hätte man diese Kraft gerne ! Aber: Man fühlt sich unbehaglich bei dem Gedanken , die eigene Sicherheit opfern zu müssen.

 

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Und doch möchte man im Glauben irgendwie weiterkommen; ganz aufrichtig. Nun hilft das Gebet. Man muss diesen Glaubenswunsch  > tief im Inneren ehrlich und aufrichtig < vor Gott ausbreiten, dann verändert er die innere Welt. Etwa so:

Lieber Gott, weil Du mein Vater bist, bitte ich Dich als Dein Kind: Stärke meinen Glauben und die Kraft Deines Geistes in mir. Zeige mir jeden Tag, wo ich einen Mitmenschen helfen und dienen kann, und gib mir die Kraft, aus dieser Gelegenheit eine Tat zu machen, eine Tat, die DIR Freude macht.

Und bitte, löse DU die Fäden , die mich noch an die Materie binden, damit  DEIN GEIST in mir frei werden kann. Nicht ich, sondern allein DU  kannst das für mich tun.  Ich bin sicher, dass DU das tun willst und nur auf mein Einverständnis wartest.

Nimm noch meinen Dank dazu; meinen Dank für das, was DU nun tun wirst an mir und durch mich. Amen

Man sollte solch ein Gebet natürlich mit eigenen Worten sprechen, und zwar nicht laut, oder gemurmelt , sondern nur ganz tief im Inneren, dort wo alles echt und wahr ist, wo man alle Schminke und alle Gewänder abgelegt hat und nur noch so ist, wie man eben ist. Dort, in diesem inneren Kämmerlein , betet man ganz in sich und in die Gedanken des Gebets versunken. Dort allein ist GOTTES OHR .

 

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Dann muss man sehr auf sich achten.

Die Gelegenheiten, um die man gebetet hat , werden sich nun zeigen, mit der Zuverlässigkeit eines Naturgesetzes. Man darf sie nicht übersehen, sondern muss sofort zupacken und helfen, so gut und so viel man nur kann. GOTT wird nicht gerade wenig fordern, aber auch nicht zuviel. Und ehe man das richtig merkt, hat man angefangen seinen Mitmenschen zu dienen.

Meist kommt dann aber recht bald eine Hürde oder Klippe. Man merkt, dass das alles recht gut, manchmal fast zu gut, geht und fühlt sich gar nicht belastet bei dem Gedanken, etwas opfern zu müssen. Man merkt, das man jedes materielle Opfer mit Zins und Zinseszins als seelische Kraft zurückbekommt, und fühlt sich dadurch wunderbar gestärkt.

Aber wie schnell fühlt man sich dann schon wieder unüberwindlich stark!? Wie schnell rührt so etwas wie Stolz oder geheimer Hochmut!?

Eine Art > Hurra, ich habe es geschafft; jetzt sollen sich die Anderen ein Beispiel an mir nehmen!< kommt auf. Achtung! Hier droht Gefahr! Es ist gefährlich, jene Ehre, die allein GOTT gebührt, auf sich selbst in Anspruch nehmen zu wollen.

Wer das tut, wird furchtbaren Schiffbruch erleiden, und vor aller Welt als der Blamierte dastehen, - dastehen müssen! Nun hilft nur dies: Der Weg in die Niedrigkeit, die Demut, der Verzicht auf jede Art von Anerkennung. Man muss auch den Dank und die Anerkennung für das, was man aus Liebe zu seinen Mitmenschen  getan hat und immer mehr tut, weitergeben; an GOTT und an andere Menschen . Das fällt zunächst nicht leicht, aber auch hier hilft das Gebet:

"Alle Wege bahnen sich vor mir, weil ich in Demut wandle".

J.W. von Goethe

 

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Oh Du, mein Vater! Du hast mich nun stark und kräftig gemacht für den Dienst an meinen Mitmenschen , und hast mich frei gemacht von der Sorge um mein eigenes Leben. Ich will Dir dafür danken, durch immer mehr und immer besseren Dienst. Bitte, lass mich doch nicht in Fehler und Irrtümer fallen. Lass mich DEINE Kraft nicht mißbrauchen, sondern führe mich in die Tiefe der Demut, und reinige mich völlig von mir selbst, damit ich DIR ein brauchbares Werkzeug werde.

Ich bin sicher, dass DU das tun willst und nur auf mein Einverständnis gewartet hast, damit mein Wille frei bleibt. O sieh, ich gebe DIR alles hin, was ich bin und was ich habe, auch meinen Dank dazu, denn ich schulde Dir Dank für alles, was Du an mir tust. DIR übergebe ich mich ganz, - aus Dankbarkeit. Amen.

Wer das ehrlichen Herzens und ohne jeden inneren Widerstand tief in sich selbst aussprechen kann, für den ist der Tag nicht mehr fern , an dem das REICH GOTTES  in ihm Wirklichkeit wird, an dem er die Kraft und die Herrlichkeit Gottes in sich selbst zu spüren beginnt und a l l e Dinge tun kann. Denn Gott, unser von Liebe überströmender Vater im Himmel kann  a l l e  Dinge tun; - auch in einem von seinem Geist erfüllten Menschen. Wir müssten IHN nur machen lassen ... !!!

 

Der Welt Schlüssel heißt DEMUT. Ohne ihn ist alles Klopfen, Horchen, Spähen umsonst !

Christian Morgenstern

 

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SRI AUROBINDO

Leiden die niederen Schichten deines Wesens

noch immer unter dem Schock von Sünde und Leid?

Über ihnen, sichtbar oder unsichtbar,

thront doch deine Seele königlich, ruhig, triumphierend und frei.

Du kannst davon überzeugt sein, dass die Mutter ihre Arbeit nicht

eher beenden wird, als bis sie dich bis in die letzte Zelle deines Körpers

in Freude und Reinheit verwandelt hat.

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