Aus der Stille kommt die Kraft des Friedens

Mehr und mehr erkennen wir, dass es die Anbetung Gottes ist - und sei sie auch noch so primitiv - die den Menschen vom Tier unterscheidet. Dass er zusätzlich im Besitz dieser Fähigkeiten ist, gibt ihm einen ungeheuren Einfluß auf Gottes Schöpfung. Dabei ist es gänzlich unbedeutend, dass Millionen gebildete Menschen niemals eine Kirche, Moschee oder einen Tempel besuchen. Das gehört nicht natürlich und notwendig dazu. Sogar Menschen, die ihr Haupt vor Baumstümpfen oder Steinen neigen, die an Zaubersprüche oder Geister glauben, erkennen eine Macht in sich und jenseits ihrer Selbst an.

 

 

Sicher ist diese Form der Anbetung sehr unausgereift; dennoch, es ist Anbetung Gottes. Gold, bleibt immer Gold, auch in der unedelsten Form. Es bedarf nur der Läuterung, damit auch der Unwissende es wie Gold behandelt. Keine noch so vollkommene Läuterung wird Erz in Gold verwandeln können. Zweifellos ist es Sache des Menschen, die Anbetung immer mehr zu veredeln. Die primitisten Formen der Anbetung sind so alt wie Adam, sie sind natürlich wie Essen und Trinken, wenn nicht noch natürlicher. Ein Mensch kann tagelang ohne Essen auskommen, er kann jedoch keine einzige Minute ohne Gebet leben. Es kann sein, dass er diese Tatsache nicht erkennt, so wie ein unwissender Mensch nicht erkennt, dass er Lungen besitzt oder sich seines Blutkreislaufs nicht bewusst ist.

 

 

Einheit alle Menschen

Es steht den Menschen gut an, sich alle 24 Stunden des Tages seines Schöpfers zu erinnern. Wenn wir das nicht können, dann sollten wir uns zumindest zur Gebetszeit zusammen finden, um unseren Bund mit Gott zu erneuern. Ob Hindu, Moselm, Parsen, Christen oder Sikhs - wir alle beten denselben Gott an. Das Gemeinschaftsgebet ist ein nützliches Mittel, die grundlegende Einheit der Menschen durch gemeinsame Anbetung zu verwirklichen ...

Wer die Brüderlichkeit aller Menschen und Gott als ihren Vater akzeptiert, der wird immer eine Gemeinschaft finden, wohin er auch geht, und er wird in sich niemals Gefühle der Spaltung oder Trennung hegen. Darum bitte ich euch, haltet fest am Gebet !

 

 

 

 

 

 Gott wandelt uns mehr und mehr in sein Ebenbild,

und wir werden durchscheinend für die Klarheit Gottes.

Mehr und mehr wandelt Er uns in sein Spiegelbild,

in die Lichtfülle, die aus Gott kommt.

Der das aber an uns das bewirkt, ist der Geist Gottes selbst.

Durch dieses Licht lassen wir uns wandeln in sein Bild.

Und zwar in Stufen. Wir gehen also von einer Verwandlung

in immer helleres Licht in die nächste, noch strahlendere Wandlung.

2.Korinther 3,18

 

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Gebet von Dietrich Bonhoeffer

 

HERR,

lass uns nicht mit leeren Worten

und frommen Sprüchen umgehen,

sondern zeige uns,

dass Liebe besser ist als Worte machen,

und Gehorsam

besser ist als Argumente.

Wir sind immer wieder

auf der Flucht vor Deinem Gebot mit Worten

und allerlei frommen Sprüchen.

Halte fest,

nimm uns gefangen, zwing uns unter Dein Wort,

das heute gilt, lass uns heute tun,

was wir heute tun können

und lass es uns tun im Glauben.

 

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