Telefon Gespräch mit Gott

 

Zehn Punkte für gute Verbindung

1.) Nachdem du den Hörer abgenommen hast, erhälst du einen Ton Gott ist rund um die Uhr für dich zu sprechen.

2) Achte auf die richtige Rufnummer.Sie bewahrt dich vor Falschverbindungen.

3) Lass das Freizeichen nur lang genug ertönen, Gott ist immer zu Hause und für dich erreichbar.

4) Lass dich durch den Besetzton nicht verunsichern. Versuche es erneut. Hast du die richtige Nummer gewählt?

5) Beim Telefongespräch mit Gott brauchst du dich nicht verstellen. Er kennt und liebt dich.

6) Achte darauf, dass du nicht in Monologe verfällst. Höre vor allem zu ! Auch wenn der andere schweigt ist das Gespräch nicht unterbrochen.

7) Überlege bei Unterbrechungen, ob du durch dein Verhalten oder deine Gedanken den Kontakt gestört hast.

8) Führe die Gespräche mit Gott nicht nur über die Rufnummern 110 und 112.

9) Sprich mit Gott nicht nur wenn der Tarif verbilligt ist. Ein täglicher (kurzer) Anruf hält eure Beziehung wach.

10) Gott hat Telefonsonderdienste eingerichtet. Könnte deine eigenen Rufnummer dazugehören?

Pfarrei Heilig Kreuz  Burgholzhausen

 

 

 

 

Gebete der Heiligen

Es gibt vier Stufen des Gebets:

Hellmut Wolff

 

Das wir beten dürfen, sollte uns zu jeder Zeit dankbar stimmen. Es ist uns dadurch offenbar, dass wir unter Gottes Gnade stehen. Das Wort Gnade besagt schon so viel: nämlich: wir dürfen Gott "genahen" Seiner Nähe teilhaftig werden, bedeutet: neues Leben der ersten Liebe zu empfangen.

Das Gebet ist ein Reden des Herzens mit Gott, vieles, was das Herz sagt, kann der Mund nicht sprechen. Gott sieht in unser Herz. Ein offenes Herz zu Gott hin öffnet uns der Gnade. Es geht schließlich nur um die innere Berührung mit Gott. "Im Geist und in der Wahrheit".

 

"Gott ist Geist, und die Ihn anbeten, müssen Ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten." (Joh.4,24 )

Das Gebet gehört der innigsten Imtimsphäre des Menschen an. Wir stehen im Gebet im Bereich der Stille, die Schutz und Erlösung bedeutet.

"Lass dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gespräch meines Herzens vor Dir, Herr, mein Hort und mein Erlöser." (Psalm 19,15)

 

Die vier Stufen:

1. das mündliche Gebet

2. das betrachtende Gebet

3. das affektive Gebet

4. das Gebet der Einfachheit

 

Das mündlche Gebet ist das alltägliche. Der Mund des Menschen ist eine wunderbare Schwelle aus der Geist-Denkzone in den Bereich der Verwirklichung im Schoße der Materie... Weitere Ausführungen zu beziehen durch

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Wernher von Braun

 

Meine persönliche Auffassung und Überzeugung gipfelt in der Erkenntnis, dass die Menschheit der Kraft des Gebetes heute mehr bedarf als jemals zuvor in der Geschichte.

deutsch-amerikanischer Rakentenforscher

 

 

Franz von Assisi

Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens, dass ich Liebe übe, wo man mich hasst; dass ich verzeihe, wo man mich beleidigt; dass ich verbinde, wo Streit ist; dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum herrscht, dass ich Glauben bringe, wo der Zweifel drückt, dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält; dass ich Liebe entzünde, wo Finsternis regiert; dass ich Freude bringe, wo Kummer wohnt.

Ach Herr, lass du mich trachten: nicht, dass ich getröstet werde, sondern das ich andere tröste; nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich andere verstehe; nicht, dass ich geliebt werde, sondern, dass ich andere liebe.

Denn, wer da gibt, der empfängt; wer sich selbst vergisst, der findet; wer verzeiht, dem wird verziehen; und wer da stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

 

 

 

Augustinus

Herr, du bist groß und hoch zu loben; groß ist deine Macht, deine Weisheit ist ohne Ende. Und dich zu loben wagt der Mensch, ein winziger Teil deiner Schöpfung, der Mensch, der dem Tod verfallen ist, der weiß um seine Sünde und weiß, dass du dem Hoffärtigen widerstrebst; und dennoch, su selbst willst es so; wir sollen dich loben aus fröhlichem Herzen; denn du hast uns auf dich hin geschaffen.

Unruhig ist mein Herz, bist es Ruhe findet in Dir o Gott!

 

 

 

 

 

Novalis

Wenn alle untreu werden, so bleib ich Dir doch treu, dass Dankbarkeit auf Erden nicht ausgestorben sei. Für mich umfing Dich Leiden, vergingst für mich in Schmerz; drum geb ich Dir mit Freuden, auf ewig dieses Herz.

Oft muss ich bitter weinen, dass Du gestorben bist, und mancher von den Deinen Dich lebenslang vergisst. Von Liebe nur durchdrungen, hast Du so viel getan, und doch bist Du verklungen, und keiner denkt daran.

Du stehst voll treuer Liebe, noch immer jedem bei;  und wenn Dir keiner bliebe, so bleibst Du dennoch treu. Die treuste Liebe sieget, am Ende fühlt man sie, weint bitterlich und schmieget, sich kindlich an Dein Knie.

Ich habe Dich empfunden, O lasse nicht von mir, lass innig mich verbunden, auf ewig sein mit Dir. Einst schauen meine Brüder, auch wieder himmelwärts und sinken liebend nieder, und fallen Dir an Herz.

 

 

 

 

Preisung Christi

O, mein Heiland großer König, Du bist bei mir eingekehrt, freudig trag ich Dich im Herzen, dem die ganze Welt gehört. Sieh, nun sollst Du alles haben, was in meinem Herzen ist; alles leg ich Dir zu Füßen, weil Du ja mein König bist.

Lieber Herr, Du kamst vom Himmel auf die Erde einst herab, lebtest für uns Menschenkinder, starbst am Kreuz und lagst im Grab. Glorreich bist Du auferstanden, fuhrst empor zum Firmament, doch als Denkmal Deiner Liebe gabst Du uns dies Sakrament.

Schenke mir nun Deine Gnade, hilf mir, durch mein Fleich und Blut, dass ich Deiner würdig werde, lebe heilig, fromm und gut. Christus, König aller Länder, aller Völker, aller Zeit, froh soll alle Welt Dir singen: Hochgelobt in Ewigkeit.

 

 

 

Romano Guardini

Morgengebet

Herr, ich stehe vor Dir, von Dir komme ich; Du hast mich geschaffen. Ich bete Dich an, aus ganzer Seele. Ich will leben, um Deine Sendung zu erfüllen. Durchdringe mich mit Deiner Gnade Du hast mich geschaffen; schaffe mich neu. Rufe meine Kräfte zu Deinem Dienst.

Was ich heute tue, lass gut werden. Gib, dass dieser Tag Dir wohlgefalle, auf dass Du heute Abend sprechen kannst wie am Abend Deiner Schöpfung:  ES IST GUT!

 

 

 

 

Morgengebet der Starzen von Optiona

Herr unser Gott, gewähre mir, alles was mir dieser Tag beschehrt mit ruhigem Herzen hinzunehmen. Gewähre mir, mich ganz einfach Deinem heiligen Willen hinzugeben. Mache mich bereit für jede Stunde dieses Tages und gib mir die rechte Stütze.

Welche Nachrichten mich heute auch erreichen mögen, lehre mich, sie mit starkem und ruhigem Herzen zu empfangen, in der Überzeugung, dass sie Ausdruck Deines heiligen Willens sind. Leite alle meine Worte, meine Taten, Gedanken und Gefühle.

Gib, dass ich in keiner unvorhergesehenden Situation vergesse, dass alles von Dir gesandt wird. Lehre mich mit Aufrichtigkeit und Weisheit mit allen meinen Familienmitgliedern umzugehen, ohne jemanden zu verwirrren, oder gar traurig zu stimmen.

Herr, gib mir die Kraft, alle Müdigkeit und alle Ereignisse des aufsteigenden Tages geduldig zu ertragen. Leite meinen Willen und lehre mich beten, zu glauben, zu hoffen, zu ertragen, zu verzeihen und zu lieben.

 

 

Eduard Mörike

Herr, schicke , was Du willst, was Liebes oder Leides; ich bin vergnügt, dass beides aus deinen Händen quillt.

Wollest mit Freuden und wollest mit Leiden, mich nicht überschütten! Doch in der Mitten liegt holdes Bescheiden.

 

 

 

 

Angelus Silesius

Liebe, die Du mich zum Bilde, Deiner Gottheit hast gemacht. Liebe, die Du mich so milde, nach dem Fall hast wiederbracht: Liebe, Dir ergeb ich mich Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die Du mich erkoren, eh als ich geschaffen war, Liebe, die Du Mensch geboren und mir gleich wardst ganz und gar: Liebe, Dir ergeb ich mich Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die für mich gelitten, und gestorben in der Zeit, Liebe die mir hat erstritten, ewge Lust und Seligkeit: Liebe, Dir ergeb ich mich Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die mich hat gebunden, an ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe die mich überwunden, und mein Herz hat dahin: Liebe, Dir ergeb ich mich Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die mich wird erwecken, aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich wird umstecken, mit dem Stab der Herrlichkeit: Liebe Dir ergeb ich mich Dein zu bleiben ewiglich.

 

 

 

 

Hellmut Wolff

Herr, lehre mich schweigen in mir ist soviel Lärm. Meine Gedanken sind verwirrt von der Unruhe des Tages. Bilder bedrängen mich, Nachrichten und Auseinandersetzungen zerstören meine Kräfte. Herr, lehre mich Abstand gewinnen, von Dingen, die wichtig erscheinen, es aber nicht sind. Laß mich teilhaben an Deiner Stille.

 

 

Martin Luther

Aus tiefster Not schrei ich zu Dir, Herr Gott, erhör mein Rufen: Dein gnädig Ohren kehr zu mir, und meiner Bitt sie öffnen. Denn Du willst das sehen an, was Sünd und Unrecht ich getan. Wer kann Herr, vor Dir bleiben.

Bei Dir gilt nichts als Gnad und Gunst, die Sünden zu vergeben. Es ist doch unser Tun umsonst, auch in dem besten Leben. Vor Dir, niemand sich rühmen kann, des muss ich fürchtern jedermann; und Deiner Gnaden leben.

 

 

 

 

Friedrich Schiller

Drei Worte

Dem Menschen ist aller Wert beraubt, wenn er nicht mehr an die drei Worte glaubt:

Der Mensch ist frei geschaffen, ist  f r e i  , und würd er in Ketten geboren, lasst euch nicht irren des Pöbels Gechrei, nicht den Mißbrauch rasender Toren:

Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht, vor dem freien Menschen erzittert nicht.

Und die Tugend, sie ist kein leerer Schall. Der Mensch kann sie üben im Leben. Und soll er auch straucheln überall, er kann nach der göttlichen streben:

Und was kein Verstand der Verständigen sieht, das übet in Einfalt ein kindlich Gemüt.

Und ein Gott ist, ein heiliger Wille lebt, wie auch der menschliche wanke, hoch über der Zeit und dem Raume webt lebendig der höchste Gedanke:

Und ob alles in ewigem Wechsel kreist, es beharret im Wechsel ein ruhiger Geist.

 

 

Gebet der Vereinten Nationen

Unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. Uns obliegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnloser Trennung nach Rassen, Hautfarbe oder Weltanschauung.

Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, auf dass unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Stephen Vincent Benet

 

 

 

 

Lobpreisung der heiligen Brigitta von Schweden

Lob sei Dir, Herr Gott, der Du bist und warst ohne Ende. Wir sind Dein eigen und loben und ehren Dich, denn Du hast uns geschaffen, dass wir uns freuen in Dir, und hast uns Dein unaussprechliches Licht gegeben, in dem wir Dich ewig genießen sollen ...

Herr, lass Deine Liebe walten über dem Werk deiner Hände, dem Menschen!

Du bist allein zu fürchten in Deiner unermesslichen Allgewalt, Du bist allein zu ersehen in Deiner Liebe, Du bist allein zu lieben in deiner unwandelbaren Stetigkeit. Darum sollst Du gelobt sein ohne Ende.

 

 

Gebet aus Dänemark

Herr! Ich bin in dieses Dein Haus gekommen, um zu hören, was Du Gott Vater, mein Schöpfer, Du Herr Jesus, mein Erlöser, Du guter heiliger Geist, mein Tröster in Leben und Tod, zu mir sagen wirst. Eröffne nun durch Deinen heiligen Geist um Jesu Christi willen mein Herz so dass ich aus Deinen Worten lernen kann, meine Sünden zu bereuen, in Leben und Tod an Jesus zu glauben und mich jeden Tag in einem heiligen Leben und Lebenswandel bessere.

Dies hör und erhöre, Gott, durch Jesus Christus! Amen

 

 

 

 

Gebet aus Persien

Ich bin im Tempel des Friedens! Alles schweigt und ruht in mir. Mein Körper ist still und entspannt. Die Heilkraft des Schweigens erfüllt mich. Sie heilt alle meine Leiden und gibt mir Kraft und Gesundheit.

Liebe und Frieden, Licht und Freude ziehen in mir ein und beleben mich ganz. Ich fühle himmlische Ruhe in mir. Alles schweigt in mir! Gott allein wirkt in mir ich bin erfüllt von Seiner Liebe.

In mir ist ein neuer Funke entzündet; Eine neue Kraft umflutet mich! Ein neues Leben durchströmt mich! Ein neues Licht durchstrahlt mich! Ich will dieses Licht ewig tragen und es freudig ergiessen in das Herz der Menschheit!

Heil allen Menschen und Wesen! Licht allen Menschen und Wesen!

H.K. Iranschär

 

 

Gebet eines unbekannten Soldaten

Sieh, o Gott, ich habe Dich niemals angeredet, aber jetzt möchte ich Dir Guten Tag sagen. Die Leute sagten zu mir, dass Du gar nicht existierst, und wie ein Dummkopf habe ich dies alles geglaubt. Gestern Abend sah ich aus einem Granatloch Dein Himmelsgewölbe. Ich schloß daraus, dass man mich angelogen hat. Hätte ich mir Zeit genommen, um Deine Werke anzusehen, wäre ich von selbst darauf gekommen, dass man mir einen Bären aufband.

Ich möchte wissen, o Gott, ob Du mir Deine Hand reichen würdest. Ein Gefühl sagte mir, dass Du mich verstehst. Sonderbar, ich musste an diesen höllischen Ort kommen, bevor ich Zeit hatte Dein Angesicht zu sehen. Wohl, ich denke, da ist nicht mehr viel zu sagen, aber ich bin froh, dass ich Dich heute traf. Ich glaube, die Stunde des Angriffs wird bald schlagen. Aber ich habe keine Angst, seit ich weiß, dass Du mir nahe bist.

Ich höre das Signal. Wohl o Gott, ich habe zu gehen. Ich habe Dich gern, das sollst Du wissen. Sieh, es wird einen harten Kampf geben. Wer weiß, vielleicht komme ich zu Deiner Wohnung diese Nacht. Obgleich ich früher nicht sehr freundlich zu Dir war, mache ich mir doch Gedanken, ob Du mich an Deiner Tür erwartest. Sieh, ich weine, ich vergieße Tränen!

Wohl, ich habe jetzt zu gehen, Gott, Auf Wiedersehen. Sonderbar. Seit ich Dich traf, habe ich keine Angst zu Dir zu kommen.

Das Gebet wurde 1945 bei einem in Italien gefallenen Amerikaner gefunden.

 

 

 

Aus  Russland

Das Verhältnis der menschlichen Persönlichkeit zu jenen Gemeinschaften, innerhalb derer der Mensch auf dieser Erde zu leben genötigt ist, ist immer paradox und widerspruchsvoll. Hier ist eine volle Harmonie und ein restloses Zusammenstimmen unmöglich. Nie wird der tragische Konflikt zwischen Persönlichkeit und Gesellschaft restlos überwunden sein.

Die Überwimdung wird nur möglich, im Reiche Gottes.

Nikolai Alexdrowitsch - russischer Religionsphilosoph

 

 

Anton Brukner

Von der Ehrfurcht

Gestern am Grab meiner Mutter hab`ich`s wieder bedacht; eigentlich hab`ich, was meine Freunde jetzt >groß> nennen, nur fertiggebracht, weil ich von Jugend an Ehrfurcht gehabt habe vor allem Echten und Heiligen.

Jedesmal, wenn ich ehrfürchtig aufgeschaut habe und zum Vater oder zur Mutter oder zu einem meiner Meister oder gar zu Gott, da ist mein Herz weit und groß geworden. Aus solchem Zustand hab`ich meine schönsten Sachen geschaffen.

österreichischer Komponist

 

 

Albert Einstein

Das kosmische Erlebnis der Reilgion

 

Das kosmische Erlebnis der Religion ist das stärkste und edelste Motiv der naturwissenschaftlichen Forschung. Das tiefste und erhabenste Gefühl, dessen wir fähig sind, ist das Erlebnis des Mystischen. Aus ihm allein keimt wahre Wissenschaft. Wem dieses Gefühl fremd ist, wer sich nicht mehr wundern und in Ehrfurcht verlieren kann, der ist seelisch bereits tot. Das Wissen darum, dass das Unerforschliche wirklich existiert und das es sich als höchste Wahrheit und strahlenste Schönheit offenbart, von denen wir nur eine dumpfe Ahnung haben können - dieses Wissen und diese Ahnung sind der Kern wahrere Religiosität.

... Meine Religion besteht in der demütigen Anbetung eines unendlichen geistigen Wesens höherer Natur das sich selbst in den kleinen Einzelheiten kundgibt, die wir mit unsern schwachen und unzulänglichen Sinnen wahrzunehmen vermögen. Diese tiefe gefühlsmäßige Überzeugung von der Existenz einer höheren Denkkraft, die sich im unerforschlichen Weltall manifestiert, bildet den Inhalt meiner Gottesvorstellung.

 

 

 

Dietrich Bonhoeffer

Gedanken über das Beten

 

Das rechte Gebet ist nicht ein Werk, eine Übung, eine fromme Haltung, sondern es ist die Bitte des Kindes zum Herzen des Vaters. Darum ist das Gebet niemals demontrativ, weder vor Gott, noch vor uns selbst, noch vor anderen.

Das Gebet kann niemals eine Beschwörung Gottes sein, wir brauchen uns vor Ihm nicht mehr darzustellen. Wir dürfen wissen, dass er weiß, was wir bedürfen, ehe wir darum bitten.

 

 

 

Als mein Gebet immer andächtiger und stiller wurde,

da hatte ich immer weniger und weniger zu sagen.

Zuletzt wurde ich ganz still. Ich wurde,

was womöglich noch ein größerer Gegensatz zum Reden ist.

Ich wurde ein Hörer,

Ich meinte erst, Beten sei Reden

ich lernte aber, das Beten nicht bloß Schweigen ist,

sondern Hören, So ist es:

Beten heißt nicht, sich selbst reden hören,

beten heißt still werden und still sein und warten,

bis der Betende Gott hört.

Sören Kierkegaard

 

 

 

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