Franz von Assisi

Gebete und Aussagen

 

O Herr, mache mich zum Werkzeug Deines Friedens:

dass ich Liebe übe, wo man mich hasst, dass ich verzeihe, wo man mich beleidigt,

dass ich verbinde da, wo Streit ist; dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht;

dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt; dass ich Hoffnung erwecke,

wo Verzweiflung quält; dass ich Dein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert;

dass ich Freude bereite, wo Kummer wohnt. Ach Herr, lass Du mich trachten: nicht,

dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste; nicht dass ich verstanden werde,

sondern dass ich andere verstehe; nicht dass ich geliebt werde, sondern, dass ich liebe.

Denn:

wer da gibt, der empfängt; wer sich selbst vergisst, der findet; wer verzeiht, dem wird verziehen; und wer da stirbt, der erwacht zu Ewigen Leben.

 

 

 

 

Heiliger Gott, Du bist der heilige Herr, alleiniger Gott, der Wundertaten vollbringt.

Du bist der Starke, Du bist der Große, du bist der Höchste.

Du bist der allmächtige König, Du heiliger Vater, bist König des Himmels und der Erde.

Du bist dreifaltig und einer, Herr Gott, Allgütiger.

Du bist gut, über alles gut, lebendig und wahr.

Du bist die Liebe und der geliebten Minne Ziel.

Du bist die Weisheit, Du bist die Erbarmung, Du bist die Langmut.

Du bist Sicherheit, du bist Ruhe, Du bist Freude und Glück.

Du bist Maß und Gerechtigkeit, Du aller Reichtum.

Du bist die Schönheit, Du bist die Milde.

Du bist Schützer, Hüter und Schirmherr.

Du bist Kraft und Erquickung zumal.

Du unsere Hoffnung, Du unser Glaube, Du unsre große Wonne.

Du unser ewiges Leben, Großer, Wunderbarer, Herr, allmächtiger

Gott und barmherziger Heiland.

Dir sei Lob und Preis in alle Ewigkeit. Amen

 

 

 

 

Ermahnungsworte

 

Von dem Laster des Eigenwillens

Der Herr sprach zu Adam: >Von allen Früchten des Paradieses  darfst du essen, aber vom Baume der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen.< (1.Mos. 2,16-17)

 

Von allen Früchten des Paradieses konnte also Adam essen, und solange er nicht gegen den Gehorsam handelte, sündigte er auch nicht. Jener aber, verkostet von dem Baume, der Erkenntnis des Guten, der seinen Willen als sein Eigentum betrachtet, und sich des Guten rühmt, das der Herr durch ihn spricht und tut.

 

Dieser hört auf die Einflüsterung des bösen Feindes, er übertritt das Gebot Gottes und findet den Apfel der Erkenntnis des Bösen; darum muss er auch die Strafe seines Ungehorsams über sich ergehen lassen.

 

Von dem vollkommenen und dem unvollkommenen Gehorsam

 

Der Herr sagt im Evangelium: "Wer nicht entsagt, was er besitzt, kann mein Jünger nicht sein" (Luk.14,33); und: "Wer seine Seele retten will, der wird sie verlieren." (Matth.16,25)

 

Jener verläßt alles, was er besitzt, und verliert seinen Leib und seine Seele, der sich selbst vollständig dem Gehorsam in die Hände seines Obern übergibt. Alles, was er tut und spricht, sofern er nur weiß, dass es gut ist und dem Willen seines Obern nicht zuwider, ist wahrer Gehorsam.

 

Und wenn auch der Untergebene manchmal Besseres und seiner Seele Nützlicheres erkennt, als das, was ihm der Vorgesetzte befiehlt, so soll er seinen Willen Gott zum Opfer bringen, die Befehle seines Vorgesetzten aber soll er mit allem Fleiß ausführen. Denn das ist wahrer und liebevoller Gehorsam, der Gott und dem Nächsten gefällt.

 

 

 

 

Wenn aber der Vorgesetzte dem Untergebenen etwas befiehlt, was gegen sein Gewissen wäre, so braucht er nicht zu gehorchen; jedoch soll er deshalb seinen Obern nicht verlassen.

 

Und wenn er durch seine Handlungsweise von andern Verfolgung zu leiden hat, so soll er sie noch mehr wegen Gott lieben. denn wer es vorzieht, eher Verfolgung zu leiden, als sich von seinen Brüdern zu trennen, der bleibt im vollkommenen Gehorsam; denn er gibt seine Seele für seine Brüder (vgl.Joh.15,13)

 

Es gibt in der Tat viele Ordensleute, die unter dem Scheine, Besseres zu erkennen, als das, was ihre Vorgesetzten befehlen, hinter sich schauen (vgl. Luk. 9,62) und zu dem Auswurfe ihres eigenen Willens zurückkehren (vgl. Spichw. 26,11)

 

Diese sind Mörder, und durch ihre bösen Beispiele richten sie viele Seelen zugrunde.

 

Dass niemand sich das Amt eines Obern anmaßen soll

 

"Ich bin nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen" (Matth. 20,28) sagt der Herr.

 

Jene, die über andere gesetzt sind, sollen sich ihres Amtes nicht mehr rühmen, als wenn sie dazu bestimmt wären, ihren Mitbrüdern die Füße zu waschen.

 

Und jemehr sie verwirrt werden durch den Verlust ihrer Würde als durch den Auftrag, die Füße zu waschen, desto mehr setzen sie ihre Seele der Gefahr aus.

 

 

 

 

Das niemand sich rühmen soll außer im Kreuze des Herrn

 

Betrachte, o Mensch, die Würde, zu welcher dich der Herr erhoben hat; denn dem Leibe nach hat er dich geschaffen und gebildet nach dem Ebenbilde seines gliebten Sohnes, und dem Geiste nach hat er dir sein eigenes Bildnis eingeprägt (vgl. 1,Mos.1,26)

 

Und alle Geschöpfe die unter dem Himmel sind, dienen ihrem Schöpfer, erkennen ihn und gehorchen ihm auf ihre Weise besser als du. Die bösen Geister ebenfalls haben ihn nicht gekreuzigt, und du kreuzigst ihn immer noch, indem du den Lastern und den Sünden frönst.

 

Weswegen kannst du dich also rühmen? Denn, wenn du auch so klug und so weise wärest, dass  du dir alle Wisschenschaften angeeignet hättest, und wenn du fähig wärest, alle Sprachen zu verstehen und mit großem Scharfsinn die himmlischen Dinge zu durchforschen, so könntest du dich alles dessen nicht rühmen.

 

Ein einziger böser Geist hat ja von den himmlischen Dingen mehr gewußt, und weiß jetzt noch mehr von den irdischen Dingen, als alle Menschen zusammen, wenn auch vielleicht irgendein Mensch vom Herrn selber eine besondere Kenntnis der höchsten Weisheit erhalten hätte.

 

Desgleichen, wenn du an Schönheit und Reichtum all die übrigen Menschen übertreffen, Wunder wirken und sogar die Teufel austreiben würdest, so wäre dies alles außer dir gelegen, es wäre nicht dein eigen und du könntest dich desselben nicht rühmen.

 

Nur in einem Dinge können wir uns rühmen, nämlich in unseren Schwachheiten (vgl.2.Ko.12,5) und in dem täglichen Tragen des Kreuzes unseres Herrn Jesu Christi.

 

 

 

 

Von der Nachfolge des Herrn

 

Brüder, haben wir alle acht auf unseren guten Hirten, der, um seine Schafe zu retten, den Kreuzestod erlitten hat.

 

Die Schafe des Herrn sind ihm nachgefolgt in Trübsal, Verfolgung und Schmach, in Hunger und Durst, in Krankheit und Versuchung in den anderen Heimsuchungen. ( vgl.Joh.10,11; Hebr.12,2; Joh.10,4; Röm.8,35 )

 

Für all dies haben sie das ewige Leben empfangen. Darum ist es eine große Schande für uns Diener Gottes, dass wir Ehre und Ruhm ernten wollen, indem wir die Werke der Heiligen auf dem Lehrstuhle und auf der Kanzel verkündigen.

 

Dass die Wissenschaft mit guten Werken verbunden sein soll

 

Der Apostel sagt: "Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig." (2,Kor.3,6)

 

Jene werden durch den Buchstaben getötet, die nur die Worte wissen wollen, um unter den andern weiser zu erscheinen, und um große Reichtümer zu erwerben, die sie alsdann ihren verwandten und Freunden hinterlassen können.

 

Und jene Ordensleute werden durch den Buchstaben getötet, die dem Geiste der heiligen Schriften nicht folgen wollen, sondern sich nur bestreben, deren Wortlaut zu wissen und sie anderen zu erklären.

 

Und jene sind durch den Geist der heiligen Schriften belebt, die nicht einfach den Buchstaben nach dem Text auslegen, sondern durch Wort und Beispiel das Gelernte dem Allerhöchsten Herrn, von dem alles Gute kommt, wieder zurückzugeben.

 

 

 

 

 

Die Sünde der Seeschlacht soll man meiden

 

Der Apostel sagt: "Niemand kann sagen: Herr Jesus, außer im Heiligen Geiste" (1.Kor.12,3) und: "Keiner ist es, der Gutes tut, kein einziger." (Psalm 52,4)

 

Wer immer also seinen Bruder beneidet um des Guten, das der Herr in demselben redet und wirkt, begeht gleichsam die Sünde der Gotteslästerung, weil er den Allerhöchsten selbst beneidet, der alles Gute redet und wirkt.

 

Von der Nächstenliebe

 

Der Herr sagt im Evangelium: "Liebet eure Feinde; tut Gutes denen, die euch hassen, und betet für die, welche  euch verfolgen und verleumden. (Matth.5,44)

 

Jener liebt wahrhaftig seinen Feind, der nicht trauert über das von ihm erlttene Unrecht, sondern der aus Liebe zu Gott sich betrübt über die von seinem Bruder begangene Sünde, und der so durch Werke ihm seine Liebe offenbart.

 

Von der körperlichen Abtötung

 

Viele, die da sündigen oder ein Unrecht zu leiden haben, beschuldigen den bösen Feind oder den Nächsten.

 

Dies ist aber nicht recht; denn ein jeder hat seinen Feind in seiner Gewalt, seinen Leib nämlich, durch den er sündigt. Darum ist glücklich jener Diener, der einen solchen Feind stets unter seiner Botmäßigkeit gefangen hält und sich weise vor ihm in acht nimmt; denn während er so handelt, wird kein anderer, weder ein sichtbarer noch ein unsichtbare Feind, ihm zu schaden imstande sein.

 

 

 

 

Dass niemand sich durch böses Beispiel verführen lassen soll

 

Dem Diener Gottes soll nichts mißfallen als die Sünde.

 

Wenn jemand auf irgendeine Weise gesündigt hat, und der Diener Gottes aus einem andern Grunde als aus Liebe sich aufregt und entrüstet, so häuft er die Schuld auf sich selber (Röm.2,5).

 

Jener Diener Gottes, der sich um nichts aufregt, und entrüstet, lebt recht und ohne Sünde.

 

Und glücklich, wer nichts für sich zurückbehält, sondern dem Kaiser gibt, was des Kaisers ist und Gott. was Gottes ist. (Matth. 22,21)

 

Wie der Geist des Herrn erkannt wird

 

Auf folgende Weise kann man erkennen, ob der Diener Gottes den Geist des Herrn besitzt.

 

Wenn nämlich, da der Herr durch ihn etwas Gutes wirkt, das Fleisch, das ein Feind alles Guten ist, sich deshalb nicht erhebt, sondern wenn er im Gegenteil sich in seinen eigenen Augen verächtlicher dünkt und geringer als alle übrigen Menschen.

 

Von der Geduld

 

Solange dem Diener Gottes alles nach Wunsch geht, kann man nicht erkennen, wieviel Geduld und Demut er besitzt.

 

Wenn aber die Zeit kommt, wo jene, die seine Wünsche erfüllen sollten, sich ihm widersetzen, dann besitzt er soviel Geduld und Demut, als er unter jenen Umständen zeigt und nicht mehr.

 

 

 

 

Von der Armut des Geistes

 

Selig sind die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich (Matth.5,3)

 

Viele sind dem Gebeten und den Gottesdiensten treu ergeben, sie fasten fleißig und töten ihren Körper ab.

 

Sagt man ihnen aber ein beleidigendes Wort, oder entzieht man ihnen irgendeine Sache, so werden sie alsbald verärgert und verwirrt.

 

Diese sind nicht arm im Geiste; denn der wahrhaft Arme im Geiste hasst sich selber und liebt jene, die ihm auf die Wange schlagen. (Matth.5,39)

 

Von den Friedfertigen

 

Selig die Friedfertigen, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. (Matth.5,9)  Jene sind wahrhaftig friedfertig, die bei allem, was sie auf dieser Welt leiden, aus Liebe zu unserem Herrn Jesus Christus in ihrer Seele und in ihrem Äußern den Frieden bewahren.

 

Von der Reinheit des Herzens

 

Selig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen. (Matth.5,8).

 

Reinen Herzens sind jene, welche die irdischen Dinge verachten, und die himmlischen suchen, die da beständig anbeten und schauen den Herrn, den lebendigen und wahren Gott, mit reinem Herzen und reiner Seele.

 

 

 

 

Von dem demütigen Diener Gottes

 

Selig, der Diener Gottes, der sich nicht mehr erhebt wegen des Guten, das der Herr durch ihn redet und wirkt.

 

Es sündigt der Mensch, der mehr von seinem Nächsten empfangen will, als er selbst Gott, seinem Herrn, zu geben gewillt ist.

 

Von dem Mitleid mit dem Nächsten

 

Selig der Mensch, der seinen Nächsten mit all seiner Schwachheit erträgt, so wie er selbst wünschte, in einem ähnlichen Falle ertragen zu werden.

 

Von dem glücklichen und dem unglücklichen Knechte

 

Selig der Knecht, der alles Gute seinem Herrn wieder zurückgibt; denn wer etwas für sich zurückbehält, der verbirgt in sich selber das Geld seines Herrn (Matth25,18), und das, was er zu besitzen wähnte, wird ihm genommen werden. (Luk,8,18)

 

Von dem guten und demütigen Ordensmann

 

Selig der Diener, der sich nicht für besser hält, wenn er von den Menschen gelobt und erhoben wird, als wenn sie ihn für gering, einfältig und verächtlich halten;

 

Denn soviel ist der Mensch, als er vor Gott ist und nicht mehr !

 

Weh jenem Ordensmann , der da von andern zu einem Ehrenamte erhoben wurde und von denselben nicht mehr herabsteigen will. Selig hingegen jener, der nicht durch seinen Willen zu einer Würde gelangt ist und stets wünscht, zu den Füßen anderer zu sein.

 

 

 

 

 

Von dem glücklichen und dem eitlen Ordensmanne

 

Glücklich, jener Ordensmann, der da weder Lust noch Freude findet, als in heiligen Gesprächen und in den Werken des Herrn, und der durch dieselben in Freude und Heiterkeit die Menschen der Gottesliebe entgegenführt.

 

Weh aber jenem Ordensmanne, der sich an müßigen und eiteln Gesprächen ergözt und dadurch die Menschen zum Lachen reizt.

 

Von dem leichtsinnigen und geschwätzigen Ordensmanne

 

Selig, jener Diener, der nicht spricht, um der Belohnung willen, der nicht alles mitteilt, was er weiß, und nicht schnell zum Reden. (Sprichw.29,20) sondern überlegt, was er reden und antworten soll.

 

Weh jenem Ordensmanne, der das Gute, was der Herr ihm offenbart, nicht in seinem Herzen behält und andern nicht durch seine Werke zeigt,  sondern vielmehr in Erwartung eines Lohnes dasselbe durch Worte andern zu offenbaren wünscht. Dadurch nämlich erhält er seinen Lohn, und die ihn anhören, tragen wenig Nutzen davon.

 

Von der wahren Zurechtweisung

 

Selig der Diener, der die Zurechtweisung, die Anklage und den Tadel so geduldig von andern erträgt, als wenn all dies von ihm selber käme.

 

Selig der Diener, der sich der Zurechtweisung bereitwillig fügt, bescheiden gehorcht, sich demütig anklagt und gerne Genugtuung leistet.

 

Selig der Diener, der da nicht gleich zur Entschuldigung bereit ist, sondern demütig die Schande und die Zurechtweisung wegen eines Fehlers, den er ohne Schuld begangen hat, auf sich nimmt.

 

 

 

 

Von der wahren Demut

 

Selig jener, der bei seinen Untergebenen so demütig befunden wird, als wäre er bei seinen Vorgesetzten.

 

Selig der Diener, der stets unter der Rute der Zurechtweisung bleibt. Ein treuer und kluger Diener ist jener, der sich beeilt, sich selbst für alle seine Fehler zu bestrafen, innerlich durch die Reue und äußerlich durch die Beichte und durch Werke der Genugtuung.

 

Von der wahren Liebe

 

Selig jener Bruder, der seinen kranken Mitbruder, der ihm nicht nützlich sein kann, ebenso liebt, als wenn er gesund ist und fähig, ihm Dienste zu leisten.

 

Selig der Bruder, der seinen Mitbruder ebenso liebt und fürchtet, wenn er fern von ihm ist als wenn er sich bei ihm befindet, und hinter seinen Rücken nichts sagt, was er nicht mit Liebe in seiner Gegenwart sagen könnte.

 

Dass die Diener Gottes die Kleriker ehren sollen

 

Selig der Diener Gottes, der sein Vertrauen den Klerikern schenkt, die da recht und nach der Weise der heiligen römischen Kirche leben.

 

Und wehe denen, die sie verachten; denn obschon auch die Kleriker Sünder sind, so darf sie doch niemand richten, weil der Herr selber allein sich das Gericht über sie vorbehalten hat. Denn so wie ihr Amt, das darin besteht, sich mit dem allerhöchsten Leibe und dem Blute unseres Herrn Jesu Christi zu befassen, den sie allein anfassen und andern spenden, erhabener ist als alle übrigen Ämter, so ist auch die Sünde, die gegen sie begangen wird, größer als jene gegen alle übrigen Menschen dieser Welt.

 

 

 

 

Von den Tugenden, welche die Laster vertreiben

 

Wo Liebe ist und Weisheit, dort ist weder Furcht noch Ungewissheit. Wo Geduld und Demut sich befinden, dort herrscht weder Zorn noch Verwirrung. Wo Armut mit Freude verbunden ist, dort ist weder Habsucht noch Geiz.

 

Wo Ruhe und Überlegung sind, dort ist weder Sorge noch Zerstreuung. Wo die Furcht des Herrn das Haus bewacht, dort findet der Feind keinen Weg zum Eingang.

 

Wo Barmherzigkeit und Mäßigkeit herrschen, dort ist weder Überfluss noch Hartherzigkeit.

 

Das man das Gute verbergen soll, um es nicht zu verlieren

 

Glückselig der Knecht, der sich für den Himmel jene Güter sammelt, die der Herr ihm zeigt, und der, auf eine (jenseitige) Belohnung hoffend, sie den Menschen nicht offenbaren mag, weil der Allerhöchste selbst seine Werke offenbaren wird, wenn es ihm gefällt.

 

Glückselig der Knecht, welcher die Geheimnisse des Herrn in seinem Herzen bewahrt.

 

 

 

 

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