Herr ! Schicke was Du willst,

ein Liebes oder Leides;

ich bin vergnügt, dass beides

aus Deinen Händen quillt.

 

Wollest mit Freuden

wollest mit Leiden

mich nicht überschütten !

Doch in der Mitten

liegt holdes Bescheiden.

 

 

 

 

Kann auch ein Mensch des andern

auf der Erde ganz wie er möchte, sein?

- In langer Nacht bedacht ich mir`s

und musste sagen, nein !

 

So kann ich niemals heißen auf der Erde,

Und niemand wäre mein?

- Aus Finsternissen hell in mir aufzückt

ein Freudenschein:

Sollt ich mit Gott nicht können sein,

so wie ich möchte, Mein und Dein?

Was hielte mich, dass ichs nicht heute werde?

 

 

 

 

Ein süßes Schrecken geht durch mein Gebein !

Mich wundert, dass es mir ein Wunder wollte sein,

Gott selbst zu eigen haben auf der Erde !

 

 

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