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Trost ist für einen gequälten Menschen oft lebenswichtig.

Wie und wo findet man ihn? In letzter Konsequenz ist DIE WAHRHEIT der beste Trost, den es geben kann. Aber wer kennt schon die Wahrheit - außer Gott? Jeder kennt doch nur seinen eigenen Standpunkt, seine eigene Meinung, seine eigene Anschauung - und das alles subjektiv und einseitig.

Was ist Wahrheit? Was tröstet uns ?

In allen Konflikten - inneren wie äußeren - begegnet uns eine Kraft , die unablässig und unentrinnbar voran treibt. Wohin?  >Wir sollen reifer werden! - heißt der Antwort. Kein Mensch ist vollkommen: keiner!

Jeder hat irgendwo seine spezifischen, ganz eigenen Schwächen, hat Fehler gemacht, macht heute Fehler und wird wohl auch morgen noch Fehler machen. Das gehört zum menschlichen Leben. Und das bringt uns Konflikte, erzeugt Streit und lässt uns leiden. Wir leiden darunter, dass wir uns von irgendeinem Ding, einem Gedanken, einem Gefühl oder Teil unseres Bewusstsein trennen müssen.

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Von welchem? Von genau dem, das uns von Gott trennt ! Von IHM getrennt sein, heißt mit Konflikten, in Streit oder unter Qualen leben.Denn Gott ist Liebe, Wenn wir aber nur noch von IHM, von Liebe umgeben sind, hört alle Not auf. Aber erst dann!

Bis wir dieses Ziel erreicht haben, treiben uns unsere Konflikte voran; unentrinnbar. Sie fordern Entscheidungen von uns; sie zwingen uns, zu handeln. Und in allen Konflikten begegnet uns dieselbe Frage: <Du oder ich?<  Wer soll gewinnen, wer verlieren? Wer soll herrschen, wer dienen? Wer soll feiern, wer soll fasten? Wir haben die Wahl.

Liebe und Hass stehen vor uns und fragen uns: >Was willst du?<

Die Liebe führt uns ans Ziel, zu Gott; der Haß trennt von IHM. Das ist die Wahrheit. Wer <JA< sagt zur Liebe, umgibt sich mit Liebe und findet Frieden, langsam aber sicher Das sei unser Trost! Aber immer gilt: Wir haben die Wahl! 

 

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Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht

zu den vielen Mühseligkeiten es Lebens, drei Dinge gegeben:

DIE HOFFNUNG , DEN SCHLAF, UND DAS LACHEN!

Immanuel Kant

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Glücklich, wer zu sich selbst sagen kann:

Ich habe eine Träne getrocknet.

Giuseppe Giusti

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Liebe oder Hass?

Das sollte man sich bei allen Streitfällen vor Augen halten: die Liebe verzeiht, und deckt alle Fehler und Schwächen des anderen zu, sie <entschuldigt< den anderen, - was er auch tun oder sagen mag -, sie sucht auch das Gute , Lichte und Schöne an ihm und fördert es. Sie kann nicht anders, - eben aus Liebe: Sie dient und hilft, wo sie nur kann, duldet alles ohne Klage und übt niemals Zwang aus.

Der Hass aber beschimpft und deckte alle Fehler und Schwächen des anderen auf. Er beschuldigt den anderen - was der auch sagen oder tun mag, wird so gesehen, dass es ihm belastet. Der Hass sucht am anderen nur die Schattenseite und versucht, sie aller Welt zu zeigen und noch zu vergrößern. Auch er kann nicht anders, - einfach aus Hass. Er ist böse, will herrschen, will bedient werden und übt überall Zwang aus.

Wo die Liebe dem Hass begegnet , wächst der Hass solange und stark,  bis er am Ende an sich selbst stirbt und zusammenbricht. Dann entdeckt man: Die Liebe ist immer die bessere schönere Alternative. Der Hass war eine Folge von Irrtum und Verblendung. Bis es aber soweit ist muss die Liebe schweigen, dulden und leiden. Ihr Wesen ist sehr zart und verletzlich ; sie muss sich deshalb verbergen und muss ausweichen, um das bleiben zu können, was sie ist: Helfende, dienende Liebe.

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Nichts tröstet mächtiger als die Gewissheit

mitten im Elend von der Liebe Gottes umfangen zu werden.

Johannes Calvin

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ABER:  DIE LIEBE WIRD SIEGEN.

Mit ihr und durch sie siegt einst auch derjenige, der liebt, obwohl er gehasst wird. Denn die Liebe ist das Wesen Gottes. EWIG! 

Betrachten wir einen ganz typischen Konflikt: Ein Beispiel, wie es überall und alle Tage vorkommt, zunächst so, wie es jedermann sieht: Ich entdecke an einem guten Freund ein Verhalten, von dem ich mir denke: >Es wäre besser für ihn, wenn er sich anders verhalten würde. So ist es falsch, so bringt er sich in Schwierigkeiten. Er macht Fehler und lässt andere darunter leiden. Eines Tages werden die Schwierigkeiten und Schmerzen der Anderen auf ihn zurückfallen; denn was von ihm ausgeht, das kehrt zu ihm zurück. Ich kann ihn vielleicht vor einem Übel bewahren und ihm helfen!<

Um meinen eigenen Freund nicht zu kritisieren ( er könnte sich ja angegriffen fühlen) schenke ich ihm ein Buch, in dem sein (falsches ) Verhalten genau beschrieben ist, - uns auch, wie es eigentlich richtig sein sollte. Ich denke, er wird sich erkennen, sein Verhalten korrigieren und mir dankbar sein für diese Hilfe.

Das Gegenteil passiert: Er überschüttet mich mit Vorwürfen und erklärt: >Da steht endlich einmal schwarz auf weiß welchen Blödsinn  D u  machst! Wach endlich auf und hör`mit diesem Mist auf, Du bist völlig auf der falschen Linie!<

Ich bin wie erschlagen. Ich wollte helfen; aber er lässt sich nicht helfen. Und wo ich ihm etwas Gutes tun wollte, muss ich erleben, dass er mich zum Lohn dafür am Ende noch beschimpft und  m i r  genau die Fehler vorwirft , die er selber hat. Wie undankbar, wie ungerecht! Oh Gott, wie werde ich nur damit fertig?

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Zuerst ignorieren sie dich,

dann machen sie dich lächerlich,

dann bekämpfen sie dich

und dann gewinnst  DU !

Mahatma Gandhi

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Das größte aller Übel ist,

aus der Zahl der Lebenden zu scheiden,

ehe man stirbt.

Seneca

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Enttäuscht ziehe ich mich zurück, kämpfe im Gebet den inneren Groll nieder und ringe um meine alte freundliche Haltung gegenüber diesem undankbaren Blinden, den ich zum Freund habe. Es dauert einige Zeit , bis das geglückt ist, und ich diese Beschimpfung und Beleidigung völlig verdaut habe. Aber : Gott sei Dank, es gelingt und unsere Freundschaft ist noch einmal gerettet. Ich fühle mich wieder recht wohl, - und der Freund auch.

Und nun betrachten wir dieses Beispiel  ( genau dieses) einmal mit anderen Augen in einem anderen helleren Licht, - mit den Augen eines geistigen Wesens, eines Engels:

 

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In meiner Sphäre lebt ein dunkler Geist.

Jener Mensch, den ich mir zu einem guten Freund gemacht habe, ist mein Spiegel. An  i h m  ( in ihm) erkenne ich diesen Geist. Ich habe auch den Wunsch, dass  e r, der Freund, gegen ihn in den Kampf zieht, ( gegen diesen Geist, den ich in ihm entdecke, der aber zu meiner Sphäre gehört).

Nun, und dies, genau dies tut der Freund dann tatsächlich!  Da er aber die wahren, geistigen Vorgänge genausowenig erkennt, wie ich selbst, wählt auch er die falschen Waffen. ( Er kennt nun mal keine anderen): Er bekämpft, meinen Wunsch und Willen entsprechend, diesen dunklen Geist in meiner Sphäre, indem er eine ganze Übermacht dunkler, bis an die Zähne bewaffneter Geister aus sich selbst hervorruft und mir entgegen schickt.

Mein ( blindes) Wachbewusstsein hatte damit natürlich nicht gerechnet. Er fühlt sich völlig überrumpelt und zieht sich zurück, in die tieferen Schichten: Ins Gebet, in die Gegenwart Gottes.

Und nun geschieht das Entscheidende:

Jener erste dunkle Geist, der zu meiner eigenen Sphäre gehört, und die kriegerische Schar, die der Freund mir zur Hilfe geschickt hat, stehen verhüllt vor Gottes Thron, wo meine eigene Seele um Hilfe fleht. Sie bittet um Rettung der Freundschaft, und Gott gibt, worum ich Ihn bitte.

 

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Wo die Liebe erwacht, stirbt das Ich,

der dunkle Despot.

Rumi

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Vollkommenheit in der Natur, ist keine Eigenschaft der Materie,

sondern der Geister.

Friedrich Schiller

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 In der Gestalt Jesu Christi steigt er vom Thron herab, legt seine Hand auf mein Herz und segnet mich.

Da wird meine Seele stark; sie wendet sich um, erkennt die vermummten , dunklen Gestalten, die ihr zum Thron gefolgt sind, - und segnet sie ebenfalls. Ein Zittern und Beben ergreift diese Gestalten, dann ist es, als würde ein Licht in ihnen entzündet: Von innen heraus beginnen sie zu leuchten. Aus den dunklen grimmigen Gestalten werden lichte, freundliche Wesen, die sich vor meiner Seele verbeugen und mir ihre Dienste anbieten.

Als Freunde nehme ich sie in meine Sphäre auf. Von einer Schar neuer, treuer Diener und Helfer begleitet, zieht meine Seele wieder erdwärts, um sich hier neuen Aufgaben zuzuwenden, - gestärkt und bereichert.

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